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Mittwoch, 20. September 2017 -- Sonnenaufgang Trier: 07:16 -- Sonnenuntergang Trier: 19:37 -- 2 Besucher online

 


 
Wissel:
Geographische Lage:
51° 46' 18" nördl. B.
06° 17' 14" östl. L.
Einwohner: 2049
Fläche: 994 Hektar
Postleitzahl: 47546
Kennzeichen: KLE
Vorwahl: 02824

Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


Deine Geschichte
Erzähle uns deine Motorrad-Geschichte!

Reise durch God´s Own Country
Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

noch einige Gebraucht-Teile...
... abzugeben

Guten Abend!

Wenn das Motorrad und Reisen Deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte -  die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden -  direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Cafés  oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub  wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren.

Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen -  kann z.B. im Gästebuch (NEU mit verbessertem SPAM-Schutz!!! seit 13.03.13). Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt´s leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Beteiligte wird´s nicht stören!

Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung  beziehen, hinzu.

Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
Reinhold.

PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

Start-Edit

Was gibt's Neues?

19.09.2017

Ich war am Abend zuvor nur etwa 500 m vom Flughafen Pisa entfernt, wo ich Steffi zurück lassen musste, untergekommen. Francesco und sein Vater vermieten hier einige Zimmer in ihrem Haus an Durchreisende. Kaum hatte ich per Internet gebucht, hatte ich auch schon eine Whatsapp-Nachricht auf meinem Handy, wo ich denn bliebe. Last Check-In wäre 20:30. Das hatte ich beim Buchen nicht registriert, hatte aber doch noch Glück, dass ich dann tatsächlich 3 Minuter früher vor der Tür stand in meinen tropfenden Regenklamotten. Schnell wurde der Parkplatz neben dem Haus für das Motorrad geräumt, schnell war alles erforderliche von Francesco, der sehr gut Englisch spricht, erklärt. Schnell war ich dann auch noch einen leckeren Gute-Nacht-Schlummer-Trunk in Form eines großen Bieres in einem Bistro einkaufen. War ich garnicht mehr gewohnt, eine 500 ml-Flasche in Händen zu halten, wo es doch auf Korsika immer nur die teuren kleinen 250 ml-Fläschchen gab, die ruckzuck leer waren. Da es in Francescos geräumiger Wohnung auch WLAN gab, konnte ich dann auch noch meinen Bericht über die vergangenen beiden Tage einstellen.

Der heutige Morgen sah dann wettermäßig nicht sehr vielversprechend aus. In der Nacht hatte es stark geregnet und die Straßen waren alle noch nass, als ich die GS bepackte. Dunkle Wolken hingen über der Stadt als ich gegen acht den Starterknopf der Maschine drückte. Die Strecke von Pisa bis Florenz ist nicht weiter erwähnenswert. Frühmorgendlicher Berufsverkehr machte die ganze Geschichte auch nicht interessanter. In Florenz herrscht momentan großer Baustellenwahn und ich brauchte lange, um aus dem Ort heraus zu kommen. Vielleicht hätte ich doch lieber die Autobahn benutzen sollen? Na ja, dafür wurde ich dann aber kurz hinter der Stadt mit einem phantastischen Ausblick auf die Apeninnen unter schönstem Sonnenschein belohnt. Ab hier wurde es dann auch endlich wieder kurviger . Klar doch - siehe Wikipedia:

" Der Apennin beginnt im Nordwesten Italiens und bildet im Ligurischen Apennin die Fortsetzung der Ligurischen Alpen. Die Grenze zwischen Alpen und Apennin bildet der Col di Cadibona ( (436 m). Von dort reicht der Apennin Richtung Osten über die Apuanischen Alpen bis zur Adriaküste, wo er sich nach Süden wendet und im Abruzzischen Apennin mit dem Massiv des Gran Sasso d’Italia (2912 m) seine größte Höhe erreicht."

Die höchste Höhe, die ich heute erreicht habe, betrug bereits 950 m auf dem Pass bei Stia. 11,5° C zeigte hier das Thermometer nur an. Ein großer Unterschied zu den Temperaturen, die wir zwei Tage zuvor noch auf Korsika genossen haben. Aber nicht nur deswegen habe ich heute ein bisschen bibbern müssen. Der andere Grund ist die recht geringe Tankstellendichte hier in der Gegend. Zwar zeigte mir das Navi eine recht nahe gelegene Tankstelle an, für die ich einen kleinen Umweg in Kauf nehmen wollte, doch als ich dann am vermeintlichen Ziel ankam, war dort nur ein Supermarkt. Eine Ehrenrunde von 15 km, die nicht nötig gewesen wäre. Die 2. angefahrene Tankstelle hatte nur einen Zahlautomaten und akzeptierte leider meine EC-Karte nicht. Zum Glück hatte ich jedoch noch einen 20 EUR-Schein, den sie fraß und dafür Benzin ausspuckte. Puh, hätte knapp werden können!

Bei Londa legte ich bei einem Marienhäuschen am Nachmittag einen Stopp ein, um die grandiose Aussicht über die dünn besiedelte Gegend hier zu genießen, aber auch, um für einige Minuten die Augen zu schließen. Die Sonne hat sich jetzt voll durchgesetzt und die dunklen Wolken vertrieben. Wäre wirklich schade gewesen, hätte ich diese schönen Strecken im Regen durchfahren müssen.

Wenig später führt mich der Weg an Anghiari vorbei, einer kleinen Gemeinde, idyllisch oberhalb des Valtiberina gelegen. Umgeben von mittelalterlichen Mauern wirkt der Flair vergangenger Jahrhunderte bis in die Gegenwart. Nur wenige Kilometer weiter ist es dann die Stadtmauer von Citta di Castello, die mich neugierig macht. Ich fahre in den Ort hinein und bin schnell entschlossen, heute die Nacht hier im Hotel Tiferno zu verbringen. Ein schönes 4-Sterne-Hotel zu einem günstigen Preis. Ich darf sogar das Motorrad direkt vor dem Eingang abstellen. Schnell ist alles abgepackt und ich nutze die restliche Helligkeit für einen ausgiebigen Stadtbummel, auf dem viele Fotos entstehen von markanten Gebäuden, Mauern und Toren. Es gefällt mir sehr gut hier. Im Ort herrscht Feierabendstimmung. Man stehe erzählend auf Plätzen, sitzt vor Cafes, kurz: entspannend. Und dazu offensichtlich noch weitgehend vom Touristenhauptstrom verschont. Der Ort steht wahrscheinlich noch nicht in den einschlägigen Führern.

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18.09.2017

Heute hieß es Abschied nehmen von Korsika. Mein Bild von Korsika ist diesmal leider etwas zwiegespalten. Einerseits hat die Insel natürlich landschaflich sehr viel unterschiedlichstes zu bieten. Für Motorradfahrer ist es ein Eldorado schlechthin. Doch andererseits hat mich auch ein bisschen gestört, dass obwohl die Schulferien vorbei waren noch so viele Touristen auf der Insel herumfuhren, die Fahrt bremsten oder einen fast abschossen mit ihrem Fahrstil, hier insbesondere die Motorradfahrer. Und dabei meine ich nicht nur die inländischen. Auch die Pulks der Rennradfahrer habe ich in keiner guten Erinnerung. Manchmal kam mir die Insel viel zu klein vor für die vielen Touristen. Und dann natürlich noch der Wind, der uns in diesem Jahr doch manchmal die rechte Freude am Kurvenfahren eingeschränkt hat. Andererseits haben wir wieder viele neue und nette Bekanntschaften schließen können. Besonders herzlich fand ich die Betreiber unserer letzen Unterkunft in Patrimonio. Ich denke schon, dass ich auch noch einen dritten Besuch in Korsika machen würde, doch jetzt freue ich mich erst einmal auf die weitere Reise mit Kurs Südost.

Wir haben also Korsika verlassen. Gegen 14 Uhr ging es mit der Korsika-Lines hinaus aus dem Hafen. Die Überfahrt haben wir beide mehr oder weniger auf einer der Innenbänke verschlafen nachdem wir schnell feststellen mussten, dass das Wetter schlechter wurde. Als wir in Livorno nach viereinhalb Stunden anlandeten, zeigte sich der Himmel düster und es regnete. Das erstemal mussten wir in diesem Urlaub tatsächlich die Überziehsachen anziehen. Plan war, Steffi zum Flughafen nach Pisa zu bringen, das nur ca. 25 km entfernt liegt und ich wollte mir eine Unterkunft in der Nähe suchen, wo ich die Nacht verbringen und mich stärken konnte, um am nächsten Tag alleine aufzubrechen. Ich hoffe nur, dass das Wetter vielleicht doch noch besser wird. Es wäre schade, die geplante Strecke auf kleinsten Strecken den Apennin hinunter bis Bari im Regen fahren zu müssen. Wir werden sehen!

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17.09.2017

Die Unterkunft in Patrimonio wird sehr familiär betrieben. Als wir am Morgen herunter kommen zum Frühstücken, können wir uns mit an den großen Tisch setzen, wo auch bereits ein anderes französisch sprechendes Pärchen sitzt. Der Mann spricht gut Deutsch und wir erfahren, dass die beiden in Lothringen in der Nähe zu Saarbrücken wohnen. Die Frau ist gebürtige Italienierin, aus Neapel. Später setzt sich dann auch noch ein total nettes älteres Pärchen aus Belgien mit an den Tisch und es wird ein richtig netter Frühstücksbrunch. Die Vermieter sind natürlich mit im Spiel. Es wird viel erzählt und gelacht und wir sind voll integriert und machen gerne mit.

Wir wollen heute die fingerförmige Halbinsel im Norden Korsikas abfahren, das Kap von Korsika genannt wird. Es hat eine Länge von ca. 40 km und eine Breite von ca. 10 km. Eine kurvenreiche Serpentinen-Straße führt um die Halbinsel herum und bietet nach jeder Kurve eine neue atemberaubende Aussicht.
Man gibt uns den Tipp, die Strecke gegen den Uhrzeigersinn abzufahren, da man so eine bessere Aussicht auf den Abgrund neben der Straße habe. Und es sind wirklich einige Stellen dabei, die man Abgrund nennen darf, wie wir später noch sehen werden. Jedenfalls wünscht man uns viel Spaß auf der Runde und bald darauf sind wir dann unterwegs.

Zunächst hindurch durch Bastia. Und hier ist an diesem Sonntag viel los. Ich bin froh, als der Verkehr bald dünner wird und wir die Aussichten auf das Meer hinunter und die Kurven genießen können. In den Touristenführern steht, dass ein Zwischenstopp in dem charmanten Künstlerstädtchen Erbalunga mit seinen verträumten Gassen auf dieser Tour ebenso wenig fehlen darf wie eine Rast in Nonza mit seinem quadratischen Genueserturm hoch über der windumtosten Küste des Cap Corse. Sicherlich wirklich schön, doch genau das ist es, was heute an diesem Sonntag wohl alle beherzigen. Wir nicht!!! Schade, aber allmählich geht mir der viele Tourismus auf der Insel doch schon ganz schön auf den ..... Als wir den Norden des Fingers erreichen, machen wir stattdessen einen Abzweig weg von der Touri-Route hinunter nach Ersa, von wo aus es dann nicht mehr weit ist bis zum Meer. Kaum jemand ist hier zu sehen. Eine einsame Transalp mit fetten Alukoffern aus SLO steht dort am Kiesstrand, davor eine Decke und Schlafsäcke - hier hat man wohl übernachtet - und ihre Besitzer, die sich gerade am Strande verteilt haben zum Reiseandenkensuchen. Wir genießen die Einsamkeit, die Wellen und die Aussicht auf den einsamen Leuchtturm auf der vorgelagerten Insel.

Als wir später die Westküste erreichen, ist der Wind wieder so stark geworden, dass die schönen Kurven wirklich gefährlich werden können. Die Böen sind so stark, dass die Freude an der kurvigen Strecke "den Finger" hinunter doch sehr beeinträchtigt wird. Wir finden noch einen Lebensmittelladen, wo wir uns einige Kekse und etwas Wasser besorgen können für die Rast, die wir noch machen wollen. Doch das richtige Plätzchen dafür ist wirklich schwer zu finden, weil es fast nirgendwo windstill ist.

Wir kommen durch das kleine Dorf Nonza, das über der Steilküste auf einem 200 m hohen Felsen liegt und vor allem durch seinen schwarzen Strand bekannt geworden. Auf einer Länge von über einem Kilometer erstreckt er sich unterhalb der Häuser und des quadratischen Genueserturms. Die kleinen, schwarzen Steine des Strands erhielten ihre Farbe von einem (heute geschlossenen) Asbest-Abbaubetrieb nördlich des Strands, sind aber asbestfrei. Eine Steintreppe mit über 1000 Stufen führt von der Straße in Nonza zum Strand hinunter. Im Ort herrscht großes Gedränge. Überall stehen Leihfahrzeuge herum und die Tische vor den Restaurants sind alle gut besetzt.

Wir entfleuchen dem Trubel und finden kurz vor Saint-Florent noch einen schönen Sandstrand, wo wir uns hinlegen, um die Sonne zu genießen. Ins Wasser darf man hier leider nicht, weil der Wellengang wohl zu heftig ist. Aber ist ja nicht so schlimm, weil der Wind für genug Abkühlung sorgt.

Wenig später haben wir dann noch einen Abstecher hinein nach Saint-Florent am gleichnamigen Golf zwischen dem Cap Corse und dem fast unbesiedelten Désert des Agriates unternommen. Der Ort wird wegen seines mediterranen Flairs gern als das korsische Saint-Tropez genannt. Die Stadt geht auf eine kleine Siedlung zurück, die einst im Schutzbereich der genuesischen Rundfestung entstanden ist. Sehenswert sind hier vor allem die Altstadt und die Zitadelle. Pastellfarbene Häuser und Hotels blicken auf den Jachthafen, an der Alisomündung. Er ist mit seinen Restaurants entlang des Kais, den kleinen Geschäften und schattigen Palmen vor den Fassaden der Blickfang und natürlich auch an diesem Sonntag mit Touristen übervölkert.

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16.09.2017

Wir sind heute in den Norden der Insel zurück gefahren. Gut 200 km. Es war relativ frisch im Inland mit Temperaturen, die bis auf 14° gefallen sind. Als wir allerdings wieder zur Küste gelangen, haben wir wieder 22-24°. Tatsächlich konnte ich mich vormittags auch noch telefonisch mit dem ersten Vermieter kurzschließen und ihm verständlich machen, dass wir gegen Mittag wieder in Occhiatana sind, um die vergessenen Klamotten abzuholen. Hat dann auch prima geklappt. Die Konversation war zwar eher einseitig, doch ein klein bisschen kann ich mich doch noch verständlich machen. Nur wird das dann immer direkt so ausgelegt, dass ich auch perfekt verstehen kann. Doch davon bin ich wahrlich weit erfernt.

Wir fuhren dann von Occhiatana der Küste entlang in Richtung Bastia, wo wir in Oletta eine Unterkunft für zwei Nächte gebucht hatten. Wir hatten beide in der Nacht sehr schlecht geschlafen und freuten uns auf eine neue schöne Unterkunft, die mit 60 EUR je Nacht dazu auch noch recht günstig ist. Wie groß war dann die Enttäuschung als wir in Oletta ankommen. Zunächst einmal hatten wir Schwierigikeiten, die Unterkunft überhaupt zu finden, weil sie keinen Eigennamen hat oder ein Besitzername bekannt ist, sondern nur "Pension Straßenname" heißt. Dazu keine Hausnummer. Navi und Handy boten auch keine Hilfe und wir mussten mehrere Personen fragen, wo es denn sein könnte. Schließlich fanden wir dann das Etablissement am Ende eines unbefestigten Weges. Hier war es jedoch menschenleer. Keiner war da, der uns empfangen hat. Also rief ich die Telefonnummer an, die auf dem booking.com Formular drauf steht und erreichte jemanden. Er teilte mir mit, dass er nicht zuhause sei, beschrieb mir aber, wie das richtige Zimmer zu finden sei. Vorbei am Swimming pool, dann das Zimmer rechts. Die Tür sei offen. Und so fanden wir dann auch die Unterkunft. Die Türen standen auf, dahinter ein recht faltig beztogenes Bett, dessen Bettwäsche mit Sicherheit nicht frisch war, in den Zimmereckien unter der Decke Spinnen und andere Kleintiere und im Bad oder Tür einige Handtücher von Haken hängend, die genauso wenig frisch aussahen, wie die Bettwäsche.

Ich rief den Vermieter wieder an unter dem Vorwand, dass kein Schlüssel da sei und eine viertel Stunde später war er dann tatsächlich da. Wir hatten uns jedoch bereits in der Zwischenzeit entschlossen, hier auf keinen Fall zu bleiben und nutzten die Zeit, um das Motorrad wieder startklar zu machen. Sch.... auf die 120 EUR, die wir booking.com bereits bezahlt hatten. Tatsächlich also tauchte der Vermieter noch auf. Er schien unser Problem überhaupt nciht zu verstehen, reagierte sehr gereizt, lief aber trotzdem noch mit einem Besen durch das Zimmer, um die Spinnen zu entfernen. Doch wir hatten uns ja bereits entschieden, weiterzufahren. Die Bewertung bei booking.com wird auf jeden Fall folgen.

Wir fuhren also die 5 km zurück in den Ort, setzten uns auf die Terrasse einer Bäckerei und fuhren erst einmal runter mit unserem Blutdruck bei einem schönen Stück Kuchen mit Milchkaffee. Am Ende haben wir es dann doch noch gut getroffen und sind in Patrimonio in einer schönen Unterkunft gelandet. Wir haben uns mit einem leckeren Abendessen und einem Rotwein trösten können über den heutigen Vorfall in Oletta.

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