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Wer zu viel schraubt, hat keine Zeit zum Fahren!


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Steuerkettenwechsel? Alles ganz easy!

Nachdem ich in den letzten Wochen häufiger schleifende Geräusche hinter der Motorabdeckhaube der R100GS hören konnte, entschloss ich mich zu einem Wechsel von Steuerkette und Spannelementen. Der Motor hat fast 200.000 km drauf. Der Kettenwechsel sollte also jetzt sowieso fällig sein. Nun ja, keine große Sache glaubte ich mich zu erinnern. Zunächst den Motordeckel abschrauben, dann den Rotor abdrücken, Elektrik raus, Ausbau des Steuerkettendeckels, Spannelemente lösen und dann schwupps, Kette öffnen und ersetzen. Dann alles schnell wieder zusammen bauen. Alles ganz easy. Dachte ich.

Die Problemchen tauchten dann aber schon recht früh auf: Wo war eigentlich dieser verflixte Ausdrückstift, um den Rotor abzudrücken? Er muss aus gehärtetem Material sein, weil ansonsten das Ding beim Hineinschrauben der Lichtmaschinenschraube auf die Kurbelwelle gestaucht wird, die Lichtmaschine möglicherweise aber immer noch fest sitzen bleibt. Ich hatte seinerzeit einen alten 6mm-Bohrer einfach kurzerhand auf das entsprechende Maß zugeschnitten und zu meinem Spezial-Abdrückwerkzeug erkoren. Doch das gute Stück ließ sich einfach nicht auffinden. Irgendwann entschied ich mich zu einer Neuanfertigung meines Spezialteils.

So, jetzt also den Rotor runterdrücken. Klappt auf Anhieb, Elektrik ausbauen auch kein Problem, Schrauben des Nockenwellendeckels lösen funktioniert auch ohne ausbohren. Super! Gleich haben wir den Deckel in der Hand! Zu dumm nur, dass das Interferenzrohr der Krümmeranlage zu nah davor liegt und das komplette Abziehen des Steuerkettendeckels verhindert. Ich kippe, drücke, fluche. Es hilft alles nichts. Die Krümmeranlage muss gelöst werden, um weiter nach vorn gezogen werden zu können.

Nach über 4 Jahren Standzeit ahne ich Böses, als ich die erste der beiden Sternmuttern mit dem Spezialschlüssel aufdrehen will. Er bewegt sich kein Stück. Auch Schläge mit dem Hammer helfen nicht weiter. Mehrere Minuten erwärme ich dann die Mutter mit dem Heizluftfön und versuche irgendwann erneut mit etwas Gewalt die Auspuffmutter zur Drehung zu bewegen, doch auch jetzt ohne Erfolg. Auf der anderen Motorseite das gleiche Spiel. Da hilft nur Aufschneiden der Mutter mit Flex und Meißel, um wenigstens das darunter befindliche Auspuffgewinde am Zylinderkopf zu schonen. Das Ende vom Lied sind dann zwei gesprengte Auspuffmuttern und Gewinde an den Köpfen, die auf jeden Fall nachgeschliffen werden müssten, bevor wieder neue Muttern darauf geschraubt werden. Nun gut, hilft ja nix.

gesprengte SternmutterBild: gesprengte Auspuffmutter

Irgendwann habe ich dann nach viel Rüttelei und Einsatz von reichlich WD40 die Krümmer gelöst und kann an meinem Steuerkettendeckel weitermachen. Der Kettenspanner sieht tatsächlich arg mitgenommen aus. 

SteuerkettenspannerBild: alter und neuer Steuerkettenspanner

Die alte Kette ist schnell gelöst. Ein Längenvergleich zur neuen Kette deutet jedoch keinen großen Verschleiß an. Sie wird trotzdem ersetzt, kostet ja nicht die Welt! Die neue Kette lässt sich auch gut auflegen. Ich benutze einen kleinen Kabelbinder, um Anfangs- und Endrolle der Steuerkette zusammenzuziehen und stecke dann von vorn das "alte" Kettenschloss ein Stück weit hinein. Doch nun beginnt das Problem: Wie kriege ich nur das neue Kettenschloss von hinten in die Kettenenden hinein gedrückt?

Dicke Finger habe ich nun wirklich nicht, doch ständig fällt mir das Schloss meist im letzten Moment kurz vor dem Einführen runter. Kettenschloss suchen, neuer Versuch, Kettenschloss wieder suchen, und, und, und. Mit einer Spitzzange gelingt es nur unwesentlich besser. Alles so eng, klein, verwinkelt hier und die Altersweitsichtigkeit macht alles noch schlimmer.

Nach dem gefühlt zwanzigsten Versuch ist auf einmal das Kettenschloss überhaupt nicht mehr zu finden. Ich ahne Böses. Sollte es etwa durch das Loch im vorderen Kurbelwellenlager in die Ölwanne gefallen sein? Groß genug ist es wahrscheinlich und das Schloss ist unauffindbar. 

das Loch - hier mit Pinzette darinBild: das Loch - dort, wo die Pinzette drin steckt

Da hilft alles nix! Die Entscheidung ob ich das kaum gefahrene Öl nach über 4 Jahren Standzeit evtl. noch fahren kann oder vielleicht doch besser austauschen sollte, wird mir jetzt abgenommen. Also Öl raus, Ölwanne abschrauben - und was finde ich? Das verlorene Kettenschloss einsam aus dem schwarzen Ölsumpf heraus schauend. Ist bestimmt froh, endlich befreit zu werden.

Kettenschloss in der Ölwanne Bild: Kettenschloss in der Ölwanne

Ich bin auch froh, es endlich wiedergefunden zu haben und entschließe mich zu einer neuen Taktik um die Kettenenden doch noch zueinander zu bringen. Ich schmiere sie von hinten mit dickem Fett ein, versuche erneut erfolglos mein Glück per Finger und Spitzzange als mir plötzlich die Idee kommt, es einmal mit einer Pinzette zu versuchen. Am besten wäre so eine gekröpfte. Und damit geht es dann irgendwann tatsächlich. Ich kann es kaum fassen, dass ich nicht vorher auf diese Idee gekommen bin.

Endlich drin! Bild: Endlich drin!

Wenn also mal irgendjemand der selbsternannten Spezialisten damit prahlt: "Steuerkettenwechsel? Alles ganz easy!" Glaubt ihm nicht und geht einfach weiter!

Stand: 29.12.2015

 

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