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Sonntag, 18. November 2018 -- 2 Besucher online

 


 
Wissel:
Geographische Lage:
51° 46' 18" nördl. B.
06° 17' 14" östl. L.
Einwohner: 2049
Fläche: 994 Hektar
Postleitzahl: 47546
Kennzeichen: KLE
Vorwahl: 02824

Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


Deine Geschichte
Erzähle uns deine Motorrad-Geschichte!

Reise durch God´s Own Country
Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

noch einige Gebraucht-Teile...
... abzugeben

Guten Tag!

Wenn das Motorrad und Reisen Deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte -  die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden -  direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Cafés  oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub  wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren.

Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen -  kann z.B. im Gästebuch (NEU mit verbessertem SPAM-Schutz!!! seit 13.03.13). Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt´s leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Beteiligte wird´s nicht stören!

Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung  beziehen, hinzu.

Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
Reinhold.

PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

Start-Edit

Was gibt's Neues?

01.04.2014

Hat meine Schwester mir geschickt - unser Nikolaus mal wieder in der Zeitung:


 

25.03.2014

Geniesse aktuell die guten Bedingungen, die das Hotel hier bietet, um mich ein bisschen zu erholen vom vielen Fahren der letzten Tage.
War heute morgen bereits im Pool, doch ab 10 Uhr ist dann doch wieder genug der Sonne angesagt, wenn man sich nicht verbrennen will.

Ein Urlaub, in dem es viele viele schoene und interessante Dinge zu erleben gab. Aber natuerlich wie zu erwarten auch Zwiespaeltiges. Aber das war mir natuerlich schon vorab klar.

Tja, und dann die vielen Menschen in Indien! Fast unvorstellbar, diese Dichte in den Ortschaften, auf den Strassen, der Verkehr. Und der Muell ueberall. Abschnittsweise habe ich immer an eine einzige grosse Muellhalde denken muessen, durch die wir uns bewegen. Dort wo Touristen herumlaufen wird teilweise der Mist weggefegt und verbrannt, doch meist bleibt er dort liegen, wo er entsteht, oder er weht durch die Strassen und insbesondere der ganze Plastikmuell bleibt und waechst weiter. Es ist fuer die Augen eines Westeuropaeers echt schwer, dies zu sehen. Da herrscht in meinen Augen dringender Handlungsbedarf, vielleicht sollte man mal ein Pfandsystem als Politiker durchsetzen, doch wird in der Politik diese Notwendigkeit ueberhaupt gesehen? Man hat es doch nie anders erlebt...


Foto: Ziegen und Müll in Cochi, Nähe Hafen

Und dann diese Verkehrsdichte in den Ortschaften. Es geht um cm!!! Und der Staerkere, der am meisten hupt ist vorn. Es wird Platz gemacht, die kleinste Luecke wird genutzt und dann - wird direkt vor dem Ueberholten gebremst und am Strassenrand angehalten. Ein einziger Wahnsinn! Aber niemals aggressiv, denn staendig erwartet man von der Seite, von hinten Verkehrsteilnehmer, die vorbei wollen. Meist nutzt der entgegenkommende Verkehr auch meine Fahrspur mit. Jeder rechnet damit und alle kommen damit zurecht. Nur sollte man niemals vergessen vor unuebersichtlichen Abschnitten auch immer schoen zu hupen um auf sich aufmerksam zu machen.

Und dann die Sache mit der maximalen Zulademoeglichkeit. Es wird alles transportiert solange die Achsen halten, egal, ob im TukTuk, im LKW oder Bus, auf Roller oder Motorrad. Beim Zweirad ist oft die Kraft des Mitfahrers entscheidend. Schafft er die 5 m lange Leiter auf seinen Schultern zu halten oder nicht? Wenn ja, dann ist diese auch auf 2 Raedern unterwegs. Die Haerte war folgendes Bild: Der Sozius haelt eine Schubkarre fest, die vom Motorrad gezogen wird. Ich glaube aber, sie war leer. Doch langsam waren die beiden auf dem Motorrad nicht unterwegs;-) Auch die Anzahl der Sitzplaetze scheint nicht vorgeschrieben zu sein. Ein indischer Roller oder ein indisches Motorrad fasst locker 4 Personen: Auf dem Tank der Sohnemann, dahinter Vater als Steuermann und zwischen ihm und der Mama auf dem Soziussitz der oder die Kleinste, von der Mama festgehalten.

Irgendwo habe ich einen Satz gelesen, dass man Indien entweder liebt oder hasst. Ich glaube, da ist viel Wahres dran. Ich konnte mich noch nicht entscheiden. Es gibt Momente, da hasse ich es. Die Hitze und Feuchtigkeit, der Muell ueberall, die Feldwege, die hier Strassen heissen. Und dann gibt es - und ich denke es sind mehr - Momente, in denen ich Indien liebe. Die Schoenheit vieler Landschaften, die Kuesten, den Urwald, das Wackeln des Kopfes, wenn ein Inder etwas bestaetigt oder Ja sagen will, die Menschen und ihr Lachen. Ich glaube aber nicht, dass ich jedes Jahr hier sein moechte...
 

24.03.2014

Es ist Montag. Heute habe ich meinen Namensvetter R. S. im Ayuvedalager bei seinen Frauen zurueck gelassen um die letzten Urlaubstage alleine weiterzufahren. Wir werden uns dann am Freitag Morgen am Flughafen Cochi treffen, um dann den Rueckflug gemeinsam anzutreten. Das Motorrad kann ich bis Donnerstag nutzen.

Der Urlaub neigt sich allmaehlich also seinem Ende zu. Und ich muss sagen, dass wir wirklich viel gesehen und erlebt haben. Die ersten Tage in den Teeanbaugebieten um Munnar herum - ganz toll, die Landschaft, das angenehmere Klima durch die geringere Luftfeuchtigkeit dort, die Farben.

Spaeter dann die Tage in Tekkaddy mit Besuch des Perizar Tiger Reserves. Auch gut, obwohl einer der typischen Touristenanlaufpunkte. Nichtsdestotrotz eine gute Infrastruktur, was Unterkuenfte, Restaurants und Andenkenlaeden angeht. Besonders hervorzuheben waeren hier die beiden Englaender, besser er Englaender, sie Schottin, die hier ein Restaurant betreiben und uns immer bestens versorgt haben mit Infos und allem anderen was fuers Wohlergehen wichtig ist.

Hier einige Stationen der letzten Tage:

Fahrt zum Mahadevar Tempel, naeste Unterkunft Pathanamhitta, suedoestlich weiter entlang des Punalur-Flusses, Palaruvi-Wasserfaelle - Parappar-dam in Tenmatal / Thiruranamthapuram / Kolattpuzha / kurz vor der Grenze zu Tamil Nadu das Arabische Meer erreicht. Badeaufenthalt und Weiterfahrt am naechsten Tag zum Cap bei Kanyakumari.

Freitags der zweiten Woche haben wir dann Gods own country Kerala wieder erreicht, wo wir bei Poovar eine schoene Unterkunft in den Backwaters finden, die wir am naechsten Tag teilweise bei einem Bootstrip durchstreifen. Natuerlich sehen wir dabei auch einige Kingfisher-Voegel. Kingfisher kannten wir bislang naemlich nur vom Biertrinken ;-)

Es hat bisher alles bestens funktioniert. Erstmals mussten wir uns natuerlich nach so langer Zeit natuerlich an die Eigenheiten des anderen wieder gewoehnen. Hat aber gut geklappt. Genauso wie die Motorraeder, die zwar nicht neu und auch nicht perfekt waren, die aber gut liefen. Das Drehmoment ist fuer 350 ccm wirklich aussergewoehnlich gut. Nunja, man muss naturerlich wissen, dass wir kaum schneller als 50 bis 60 km/h unterwegs sein konnten bei den aktuellen Strassenbedingungen.

Und die sind fuer einen Mitteleuropaeer nun wirklich nicht ohne! Selten sind sie so gut, dass man bedenkenlos Gas geben kann. Schlagloecher sind die Regel, Bodenwellen normal und in den Ortschaften ist auch staendig mit Bremswellen zu rechnen, die dem Zweirad einen erheblichen Schlag versetzen koennen, wenn sie zu spaet erkannt werden.

Zu den Strassen und anderen Besonderheiten des Motorradfahrens hier in Indien morgen mehr. Gehe jetzt schlafen...
 

15.03.2014

So, kleiner Zwischenbericht:
Wir sind jetzt seit Montag unterwegs, Start Cochin/Kerala. Schnell haben wir uns an die knatternden Enfields und den Linksverkehr gewoehnt.

Nachdem wir zunaechst Moni und Claudia im Ayurveda-Camp aufgesucht haben, sind wir zunaechst wieder in Richtung NO gefahren in die Teegebiete rund um Munnar.

Die Gegend hier ist einfach grossartig. War es im Dschungel im Tiefland noch sehr heiss und vor allem sehr feucht, die leichten Handschuhe waren kaum ueberzustreiben, ist es hier im Hochland temperaturmaessig wesentlich angenehmer und vor allem auch trockener.

Die Fahrt durch die Teeplantagen auf ueber 1000 m Hoehe von Huegel zu Huegel ist entspannend. Auch weil hier wesentlich weniger Verkehr herrscht im Vergleich zu den flacheren Kuestengegenden.

Auf den nur kleinen Strassen ist nur eine geringe Geschwindigkeit moeglich. Wenn man mal schnell ist, kommt man auf einem geraden Stueck vielleicht gerade mal auf 60 km/h! Meist fahren wir so um die 40. Bergauf auch oft nur im Mofatempo. Aber das ist auch gut so, denn dann kann man viel mehr vom Leben auf und an der Strasse mitbekommen.

Viel Individualverkehr gibt es hier nicht. Die meisten Inder fahren hier mit Tuktuks, diejenigen, die ein Motorrad, meist Japaner mit max. 180 ccm, besitzen fahren in Badeschlappen und kurzaemeligem Hemd. Da sind wir mit unseren Jeansjacken und den Wanderstiefeln schon wirklich overdressed.

Aber ich muss schon sagen, gestern war ich auch froh auf den Hoehen der Gebirgszuege eine Jacke anhaben zu koennen.

Auffallend sind die vielen Kirchen, die in jedem Dorf meist das schoenste und am besten gepflegte und sauberste Haus sind. Oft auch sehr bunt anzusehen. In der Naehe stehen dann aber auch haeufig noch Moscheen oder Tempel.

Die Inder leben in einem Vielvoelkerstaat und sind offenbar alle sehr glaeubig. Steht ein Gottes- oder Marienhaeuschen am Wegrand, wird das Tuktuk oft angehalten und erst einmal eine Kerze angezuendet.

Es ist unglaublich, was es hier alles zu sehen gibt. Gestern haben wir kilometermaessig die Schallgrenze von 163 durchbrochen, fuer hiesige Verhaeltnisse eine starke Leistung. Oft ist es wesentlich weniger, was wir hier schaffen und heute gar bleiben wir die 2. Nacht in Thekaddy beim TigerWildlife Nationalpark. Wir werden heute nachmittags an einer Tour teilnehmen.

Die Taucherausruestung schleppe ich vielleicht umsonst mit mit rum. Mal sehen, vielleicht kann ich bei unserer Rueckkehr in Cochi noch irgendwas organisiert bekommen. Habe da gestern Abend eine Adresse in einem englichen Restaurant erfahren.

So. Jetzt komme ich vorerst zum Ende.
Schoene Gruesse von mir und meinem Namensvetter. Uns geht es gut :bier:
 

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