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Sonntag, 16. Dezember 2018 -- 5 Besucher online

 


 
Wissel:
Geographische Lage:
51° 46' 18" nördl. B.
06° 17' 14" östl. L.
Einwohner: 2049
Fläche: 994 Hektar
Postleitzahl: 47546
Kennzeichen: KLE
Vorwahl: 02824

Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


Deine Geschichte
Erzähle uns deine Motorrad-Geschichte!

Reise durch God´s Own Country
Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

noch einige Gebraucht-Teile...
... abzugeben

Guten Morgen!

Wenn das Motorrad und Reisen Deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte -  die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden -  direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Cafés  oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub  wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren.

Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen -  kann z.B. im Gästebuch (NEU mit verbessertem SPAM-Schutz!!! seit 13.03.13). Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt´s leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Beteiligte wird´s nicht stören!

Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung  beziehen, hinzu.

Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
Reinhold.

PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

Unser Adventskalender

Ab dem 1. Dezember kann hier am jeweiligen Tag ein Türchen geöffnet werden. Jeden Tag könnt ihr hier dann ein Blitzlicht aus dem zurückliegenden Jahr sehen!

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Was gibt's Neues?

03.09.2018

Abschied von Albanien

in der Festung von Gjirokaster
Bild: in der Festung von Gjirokaster

Am heutigen Montag wollen wir uns mit unseren beiden Holden am angemieteten Ferienhaus auf der griechischen Insel Korfu treffen. Um 16.00 Uhr soll die Fähre von Sarande aus starten. Die 55 km bis dorthin sind ja ein Klacks und deshalb wollen wir uns heute morgen noch einmal die Festungsanlage oberhalb Gjirokasters mit dem Kriegsmuseum anschauen, bevor wir losfahren zum Hafen.

Als wir gegen Mittag dann in Sarande ankommen, sind unsere beiden one-way-tickets schnell gebucht. Leider funktioniert im Verkaufsbüro die elektronische Abbuchung nicht, doch zum Glück habe ich noch ein paar Euro in der Tasche, um die 29€ je Karte zu bezahlen. Die restlichen LEK haben wir dann für Kaffee und Eis ausgegeben.

Als wir auf Korfu ankommen bemerken wir, dass hier die Uhren eine Stunde weiter sind. Es ist also heute doch etwas später geworden als geplant. Umso größer ist dann die Wiedersehensfreude mit unseren Frauen, die sich beide schon gut eingerichtet und auch die Umgebung bereits erkundet haben. Lebensmitteleinkäufe wurden bereits getätigt, das Bier steht kalt und das Essen ist auch schon fertig als wir verstaubt und verschwitzt den beiden in die Arme fallen. Was braucht man mehr?

Tagesfahrleistung: 86 kim

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die heutige Fahrtstrecke
 

02.09.2018

36,5° C

Hochzeitsgesellschaft in Fatma Sotira/Al
Bild: Hochzeitsgesellschaft in Fatma Sotira/Al

36,5° C, soviel zeigte das Thermometer heute tatsächlich an, als wir am kleinen Grenzübergang bei Tre Urat ankamen, um eine Schleife durch das nördliche griechische Grenzgebiet zu fahren, bevor wir wieder zurück wollten nach Albanien. Doch dazu später.

Nach dem guten Frühstück in einem Restaurant am Ohrit-See ging es heute etwas später als gewöhnlich los in Richtung Süden. Die Strecke hinaus aus dem Ort in Richtung Korca war zunächst stark frequentiert und lud zum Überholen ein. Die Einheimischen schienen jedoch die Stellen zu kennen, an denen die Polizeikontrollen immer stattfanden. Wenn plätzlich vor uns die Schlange langsamer wurde, deutete das oft darauf hin. Bald hatten wir jedoch den größten Trubel hinter uns gelassen, die Straße wurde wieder schlechter und schmaler.

Irgendwo vor Erseka standen dann diese beiden Motorradfahrer auf ihren leichten Enduros am Straßenrand. Ich stoppte, um nachzufragen, ob alles in Ordnung sei. Es waren zwei Einheimische aus Elbasan, die sich auf einem Sonntagsausflug in den südlichen Landesteil Albaniens aufgemacht hatten. Es war aber alles ok und nach einem kurzen Gespräch fuhren wir weiter. Kurz vor Borova überholten sie uns dann auf ihren leichten 250er Enduros, die für diese kleinen Straßen eigentlich viel besser geeignet sind. Wir hielten wieder an und die beiden stellten sich als Andi und Timi - ob die Namen wirklich genauso geschrieben werden, da bin ich mir nicht so sicher, aber so ähnlich heißen sie - vor. Andi berichtete, dass dieser Ort Borova, auf den wir jetzt gerade schauten Bekanntheit erlangte, als ihn deutsche Soldaten während des Zweiten Weltkriegs dem Erdboden gleichmachten und unter der Zivilbevölkerung ein Massaker anrichteten. Der Ort liegt im hügeligen Bergland von Kolonja auf rund 960 m ü. A. Die Straße von Korça nach Përmet und weiter nach Tepelena, die einzige asphaltierte Verbindung in der Region, führt durch die Ortschaft. Sie ist die einzige direkte Verbindung zwischen dem Südosten und dem Süden Albaniens.

aus Wikipedia:
"Am 6. Juli 1943 verübte die Wehrmacht ein Massaker unter der Bevölkerung von Borova: Die Deutschen erschossen Menschen und zündeten Häuser an. Die Dorfbewohner sollen Partisanen, die zuvor eine deutsche Wagenkolonne angegriffen hatte, unterstützt haben. Sämtliche 100 Gebäude der Ortschaft wurden von den Soldaten angezündet oder schwer beschädigt. 107 Zivilisten sind bei diesem schwersten Verbrechen der Wehrmacht in Albanien getötet worden – darunter vor allem Kinder, Frauen und Ältere... ... Im kommunistischen Albanien wurde das Gedenken an das Massaker aufrechterhalten. Ein Denkmal und ein kleines Museum erinnerten an das Verbrechen."

Andi und Timi wollten zur FarmaSotira, ein Campingplatz mit einem sehr guten Restaurant, der auch Hütten und Zimmer zum Übernachten anbietet. Hier hatte ich bereits im letzten Jahr im September eine Nacht verbracht. Da Reini und ich auch vorhatten, hier eine erste Pause einzulegen, beschlossen wir vier, gemeinsam dorthin zu fahren, um einen Kaffee zu trinken, zu dem wir unsere beiden neuen Bekanntschaften einladen wollten.

Die Strecke führte über hügeliges Gelände und auch durch viele wohlriechende Waldabschnitte, in denen es wunderbar nach Akazien roch und wo die Temperaturen angenehmer waren. Es war echt herrlich hier hindurch zu kommen. Bald hatten wir die FarmaSotira erreicht, die an diesem Sonntag auch von anderen, zumeist Einheimischen, sehr gut besucht war. Dass man hier sehr gut essen kann, hatte sich offenbar herumgesprochen. Unere beiden neuen Bekannten wollten dies hier auch tun und so schlossen wir uns ihnen an und bestellten fangfrischen Fisch aus den hiesigen Becken und ein spezielles Fleischgericht der Gegend, das wie Andi erzählte vier Stunden lang im Feuer gart und entsprechend zart war. Das Essen wurde auf vielen größeren Tellern auf den Tisch gestellt und jeder konnte sich nehmen, wovon und soviel er wollte. Als wir nach dem abschlie0enden Kaffee dann unsere beiden neuen Freunde einladen wollten, hatte Andi zwischenzeitlich und unbemerkt das Ganze bereits bezahlt und weigerte sich, von uns etwas für das Schmausen zu bekommen. Wieder einmal haben wir die große Gastfreundschaft der Albaner kennenlernen dürfen. Wir waren beide platt und bedankten uns vielmals dafür. Falls Andi mal nach Deutchland kommt, will ich mich gerne dafür revanchieren. Ich gab ihm für diesen Fall dann auch meine Adresse. Vielleicht nutzt er sie ja mal eines Tages!

Am frühen Nachmittag hatten wir den kleinen Grenzübergang bei Tre Urat erreicht. Die Temperatur war mittlerweile auf 36,5° C gestiegen. Nach etwas Warterei unter dem Hallendach auf griechischer Seite konnte unsere Reise dann fortgesetzt werden auf sehr guten griechischen Straßen immer im Grenzgebiet zu Albanien bleibend.
Wir hatten eine Tour über den Übergang bei Drymades geplant, doch als wir die letzten Kilometer auf leeren, nur von Kühen, Schafen und Ziegen bevölkerten Straßen unterwegs waren, kam mir die Sache bereits etwas suspekt vor. Als wir schließlich vor einer Straßensperre halt machen mussten, wurde mir klar, dass dieser Übergang wohl für den Fahrzeugverkehr geschlossen war. Ich fragte einen Uniformierten am in der Nähe stehenden Container und der meinte dannk, dass der Übergang nur den im angrenzenden Dorf Ansässigen gestattet sei. Unverrichteter Dinge mussten wir also wieder umkehren und zum einige Kilometer weiter westlich gelegenen Übergang bei Kakavija fahren.

An dem größeren Übergang war natürlich viel mehr los und wir hatten einige Zeit auf der schattenlosen Zufahrt zu warten, bis wir endlich wieder auf albanischem Boden waren. Bis Gjirokaster, wo wir heute unseren letzten Abend in Albanien verbringen wollten, waren es nun nur noch 35 km. Wir fuhren wieder zum Hotel an der Hauptstraße, wo ich bereits im Vorjahr zwei Nächte verbracht hatte. (Für je 10 € inkl. WLAN.)

Dann ging es hinauf zur Besichtigung der Stadt der 1.000 Stufen. Der Frisörsalon, wo ich mir im letzten Jahr hoch die Haare habe schneiden lassen, war leider nicht mehr da. Schade! Da hatte ich mich total drauf gefreut, auf seine Show. Es begann dunkel zu werden. Wir kauften uns zwei Büchsen Bier und schlenderten zur Burg hoch, wo auch ein Militärmuseum ist. Leider schließt es gegen 19.30 Uhr und so beschlossen wir, uns in der aufziehenden Dunkelheit uns die Stadt von hier oben bei einem Bierchen anzuschauen. Wir wollen am nächsten Vormittag nochmals mit den Motorrädern hier hoch fahren und uns dann das Ganze bei Tageslicht anschauen.

Tagesfahrleistung: 247 kim

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die heutige Fahrtstrecke
 

01.09.2018

Quer durchs Land zum Ohrit-See

neue Bekanntschaften
Bild: unsere neuen Bekanntschaften - die drei Slowaken auf ihren AfricanTwins

Die letzte Nacht war nur kurz und dazu auch noch recht laut, denn irgendjemand von uns fünfen schnarchte immer mal. Und dann fing der Hahn auch noch gegen 3 Uhr in der Früh an herumzukrähen. Es war noch vor sechs Uhr, als schließlich auch noch mehrere Leute direkt unter unserer Eingangstür laut miteinander sprachen. Um halb sieben waren dann alle in unserem Zimmer wach. Nun gut, dann konnten wir zunindest früher loskommen heute Morgen. Wir machten noch einige Abschiedsfotos mit den drei Slowenen, 2 wollten heute nach Teth, der dritte wollte heute allein die 1.200 km zurück nach Hause antreten. Das sind noch echte Motorradfahrer! Reini schmierte nochmal seine Kette und dann ging es tatsächlich gegen acht Uhr schon los heute.

In Fushe Ahrez fanden wir schnell einen Bancomaten und frischten unsere leere Reisekasse wieder auf. Auf der SH5 ging es dann in vielen Kurven und Schwüngen bis Kukes. Die Temperatur hatte heute schnell wieder zugelegt hin zur 30-Grand-Marke. In Kukes legten wir bei einem Kaffee eine erste Pause ein und tankten unsere Maschinen auf bevor es weiter gehen konnte. Immer wieder kamen wir auch heute an diesen alten Bunkern aus der früheren sozialistischen Ära Albaniens vorbei. Reini übte sich hier ein bisschen im Klettern und nürlich mussten wir wieder einige Fotos machen. Die Temperaturen stiegen immer weiter an. Zwischendurch hieß es immer mal wieder anzuhalten, um etwas zu trinken. Zwei kleinere Jungs halten uns ihren Plastikeimer hin mit Frühchten. Neugierig stoppen wir und kaufen den beiden einigee frische Freigen ab. Mhh, sind echt lecker!

Auf der SH31 erreichten wir in der mittägliiche Hitze Peshkop. In dem unüberichtlichen Ort hatte ich bereits letzten September einmal eine Nacht verbracht. Wir hatten es uns gerade draußen vor einem Cafe bequem gemacht, als uns ein Albaner anspricht, der uns zum Kaffee einladen wollte. Er erzählte, dass er in Hamburg als Taxifahrer arbeitet und gerade hier zu Urlaub bei seiner Familie sei. In den Ferien arbeitet er hier als Koch lt. eigenen Angaben für 7 € am Tag. Etwas beschämt wollen wir seine Einladung ablehnen, doch er lässt keinen Widerspruch zu und wir bedanken uns bei ihm für die unerwartete Einladung.

Die Ausfahrt aus Peshkop war diesmal nicht so leicht zu finden. Die Navigation hier im Ort war gestört und leitete uns zunächst in eine falsche Richtung. Außerdem musste man hier höllisch aufpassen nicht zu dicht hinter einem Auto herzufahren, denn zweimal kamen wir nur knapp an offenen Kanälen ohne Deckel vorbei! Nicht auszumalen, wenn man da hinein fällt mit seinem Vorderrad.

Schließlich fanden wir dann doch den Weg hinaus und folgten der SH6 bis hinter Shupenze. Hier zweigte dann der Weg nach links ab über den Zerkjani-Fluss und war dann nicht mehr geteert. Dunkle Wolken hingen über den Bergen in deren Richtung wir fuhren. Bald fielen die ersten kleineren Tröpfchen von oben, doch je weiter wir hinauf in das Hochland fuhren umso größer wurden sie. Wir fuhren auf ein Gewitter zu! Das Wetter hatte sich mittlerweile stark verändert. Hatten wir noch vor gut einer Stunde bei 34°C beide geschwitzt, sank jetzt die Termperatur mit dem einsetzenden Regen und dem Aufstieg in die Gebirgsregion auf 16,5° C. Reini fuhr vor. Ich hoffte noch darauf, dass er bald anhalten würde, um die Regensachen überzuziehen, doch der Regen schien ihm heute egal zu sein. Bald fühlte ich das erste Wasser auf der Haut, doch es tat ja eigentlich auch mal ganz gut, nachdem wir vorher so stark geschwitzt hatten.

Die rote Erde wurde immer dunkler und rutschiger. Viele Abschnitte konnten jetzt nur noch im Stehen gefahren werden. Die Schüttelei ging bis in den letzten Knochen. Das Motorrad und besonders die Motorradkoffer mussten auf diesen insgesamt 56 km wieder schon so einiges ertragen. Die vorderen Klemmen an den Koffern lösten sich immer wieder, aber die Koffer fielen zum Glück nicht vom den Trägern. Im letzten Drittel der Off-Road-Passage hörte es dann mit dem Regen endlich wieder auf, die Sonne kam heraus und ließ die Temperatur schnell wieder ansteigen, so dass auch die durchnässten Klamotten bald wieder trocken waren. Auf den letzten Kilometer nach Librazhd war der Weg zwar breiter, aber mit seinem vielen Schlaglöchern ganz besonders holprig.

Kurz vor Librazhd hatten wir dann endlich wieder eine Asphaltstrecke vor uns. Hier bogen wir dann auf der SH3 ab zum Ohrit-See bis wir Pogradec erreichten, wo wir nach den heutigen 302 km übernachten wollten. Wir waren wieder mal beide geschafft, als wir nach längerer Sucherei und Lauferei endlich ein Hotelzimmer in Seenähe fanden. Es ist Wochenende und viel los hier am See, der ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen zu sein scheint. 20 € kostet das Zimmer ohne Frühstück für uns beide. Zum Abendessen setzten wir uns vor eine Pizzeria am See und schlugen uns die Bäuche voll, dabei die vorbei promenierenden Samstagsausflügler beobachtend. Ein nettes Treiben hier, ein bisschen wir Kirmes. Einige Buden sind an der Strandpromenade aufgebaut. Es gibt hier alles Möglich zu essen, warm oder kalt. Ich gönnte mir auf unserem anschließenden Abendspaziergang noch ein Eis, bevor wir zurück zur Unterkunft liefen. Zu dumm nur, dass ausgerechnet direkt unterhalb unseres Fensters die Musikanlage aufgebaut war, die dann in den folgenden Stunden für lautstarke Beschallung der Tänzer sorgte. So musste ich also heute Nacht mit Ohrstöseln ins Bett und fiel wegen der Erschöpfung schnell in einen tiefen Schlaf.

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31.08.2018

Her mit dem Pannenschnaps!

Reifenpanne
Bild: Reifenpanne schon nach 5 km - Zeit für einen Pannenschnaps!

Ging nicht gut los heute morgen. Vielleicht war es nicht so gut, dass wir heute beim Abschied dieses Geschenk in flüssiger Form bekommen haben....Kaum hatten wir uns verabschiedet von der gastlichen Familie, es gab noch ein Abschiedsgeschenk, eine kleine Wasserflasche gefüllt mit Selbstgebrannten, kippte Reini auf der Schotterpiste um und hatte sich dabei die Gabel verdreht. Stopp und Reparatur am Weg. Ein Bus mit deutschen Wanderern hielt hier ebenfall an und einige Wandertouristen stiegen aus, um einige Fotos von der tollen Umgebung zu machen. Eine Frau fragte, wer denn da von uns aus Trier käme. Ich gab mich zu erkennen und wir fanden dann im folgenden Gespräch heraus, dass wir beide nicht nur in Trier wohnen, sondern auch vom Niederrhin ursprünglich stammen. Die Welt ist doch klein!.

Nachdem wir das Problem mit der verzogenen Gabel an Reinis Motorrad behoben hatten ging es weiter. Ziemlich genau da, wo die Schotterstraße endlich wieder endete, stellten wir dann den Nagel in Reinis Hinterradreifen fest. So ein Mist! Wir waren gerade 5 km weit vom Startpunkt entfernt. Leider besitzt Reinis AfricaTwin keinen Hauptständer und so mussten wir den rechten Koffer abbauen und unter das Motorrad klemmen, um den Hinterradreifen ausbauen zu können. Bis hierhin war alles noch einfach. Doch als sich herausstellte, dass der liebe Reini zwar Ersatzschläuche, aber keine Montierhebel dabei hatte, wurde die Sache schon etwas komplizierter. Da imeine Maschine Schlauchlosreifen hat, habe ich sowas nicht dabei, sondern nur einige Pfropfen. Kleber und Gaspatronen.

Zunächst hieß es erst einmal die Decke herunter zu hebeln. Es ging dann auch mit einigen Schlüsseln und einem Schraubenzieher. Das Herausziehen des Schlauches gestaltete sich dann allerdings schon etwas schwieriger. Doch mit Hilfe einiger anderer Biker, die inzwischen ihre Hilfe angeboten hatten, speziell des Schweizer Pärchens auf der KTM gelang es. Zu dumm nur, dass Reini sein Motorrad beim Öffnen des Stützkoffers auch noch umgeworfen hat und dabei seinen Kupplungshebel abgebrochen hat.

Wir haben dann irgendwie den neuen Schlauch montiert bekommen. Die alten CO2-Patronen funktionierten tatsächlich noch. Leider habe ich jetzt selbst keine mehr. Dummerweise haben wir den Schlauch bei der Montage mit dem Schraubenzieher beschädigt und die ganze Aktion war total vergebens.

Und so fragte Reini einen dort wartenden Taxifahrer mit seinem SUV, ob er ihn zur nächten Reifenwerkstatt bringen könne. Nun ja, die war natürlich nicht gleich um die Ecke, sondern kurz vor Koplik, ca. 45 km entfernt und so hat er am Ende viel Geld nur für die Fahrt löhnen müssen. Die Reparatur des Reifens hat keine 400 Lek gekostet!. Gegen 15 Uhr kamen wir dann heute eigentlich erst so richtig los nachdem alles wieder richtig montiert war.

Die Fahrt ab Koplik in Richtung Osten durch die Gebirgslandschaft war dann einfach wieder genial, tolle und vor allem viele Kurven! Das hat vieles wieder gut gemacht.
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Wir sitzen gerade beim Abendessen, es ist dunkel und da tauchen dann diese verrückten 3 Slowaken auf ihren Enduros auf. Die Typen sind echt hart drauf. Wir lassen sie mit in unser Mehrbettzimmer, nachdem sie uns mit selbstgebranntem Zwetschgenschnapps überreden konnten. Was die für Strecken gemacht haben, das können wir uns kaum vorstellen! Die Bilder, die sie uns zeigen sind sowas von extrem. Echte Kerle! Aber total nett! Das wird bestimmt noch ein langer Abend zusammen in dem großen Zimmer!

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