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Abfahrt-Wissel.de
Dienstag, 27. Juli 2021 -- 6 Besucher online

 
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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51° 46' 18" nördl. B.
    06° 17' 14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


    Von 05:55 - 21:24 Uhr scheint heute die Sonne.
     

    Wie findest Du unsere Homepage?

     

     

    Guten Morgen! So früh schon auf? oder spät dran?

    Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

    Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Cafés oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

    Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt´s leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Beteiligte wird´s nicht stören!

    Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung beziehen, hinzu.

    Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

    Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
    Reinhold.

    PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

    Was gibt's Neues?

    11.09.2018


    Abruzzen-Nationalpark

    Blick auf Barrea
    Bild: Blick auf Barrea

    Lange noch begleiten uns an dieem recht frühen Morgen noch die vielen Windräder, die in dieser Gegend stehen. Für mich ein Zeichen der Hoffnung, dass die Verbrennung fossiler Energieträger bald der Geschichte angehört. Die Straßen sind oft klein und führen immer wieder in Schlangenlinien in unsere Hauptrichtung Nord-West. Es herrscht kaum Verkehr. Wir genießen die dünne Besiedlung der Gegend, die Sonne und die Temperatur, die auf diesen Höhen "nur" um die 25° C betragen.

    Hin und wieder gelangen wir zu einsam gelegenen kleineren Ortschaften, deren Kirchtürme meist auf dem höchsten Felsen stehen und deshalb schon von weitem zu sehen sind. Cercemaggiore klebt wie ein Schwalbennest an einem steilen Felsen und versehentlich nehme ich einen falschen Abzweig und wir gelangen so auf einer wirklich sehr steilen Zufahrt hinauf in den Ort. Jetzt heißt es, nur nicht nervös werden und immer weit vorausschauen, um das Gleichgewicht in den steilen und engen Kehren nicht zu verlieren!

    Ein idyllischer Ort, der trotz der vielen kleinen und bunten Häuschen sehr verschlafen wirkt. Kaum jemand ist auf der Straße. Wir finden wieder den Weg auf einem steilen Weg hinunter hinaus.

    Einige Kilometer später hupt Reini plötzlich hinter mir und gibt mir Zeichen anzuhalten. "Hast du das gesehen? Das sind doch Hanf-Felder!" Wir wollen uns die Pflanzen mal etwas genauer anschauen, doch als wir darauf zugehen, nehmen wir bereits den unverkennbaren Duft des Hanföls wahr und wollen unseren Augen einfach nicht trauen. Zwei richtig große Felder mit dem Stoff, aus dem die Träume sind. Ich nehme mir einige Blüten als Andenken mit und wundere mich abends nicht, als wir unser Gepäck im Hotelzimmer ablegen, dass dieser eindeutige Geruch trotz darum befindlicher Plastiktüte sehr gut wahrnehmbar ist. Wenn das nur gut geht! Wahrscheinlich aber haben wir nur Pflanzen mit einem geringen THC-Gehalt geerntet ;-)

    Nach weiteren Kilometern haben wir den Stausee bei
    Guardiareggia oberhalb von 800 m erreicht. Auch hier so gut wie kein Verkehr. Ein kurzer Stopp für einige Bilder von der Umgebung ist natürlich Pflicht. Auffallend ist wieder einmal, dass hier oben kaum Verkehr herrscht, die Luft angenehm kühl ist und die vielen Kurven allein uns gehören. Was für ein Luxus!

    In Letino legen wir eine erste Kaffeepause auf 973 m Höhe ein. Die junge Frau in der Bar fragt uns neugierig, woher wir kommen und auch die Rentner vor der Bar beäugen uns interessiert. Wir gönnen uns einige Schoko-Croissants zum Cappuccino. Wasser wird wie selbstverständlich immer dazu gereicht. Und das ist auch wichtig bei den spätsommerlichen Temperaturen - obwohl es heute lange nicht so heiß ist wie an den Vortagen. Die Höhe macht´s halt.

    Am frühen Nachmittag kommen wir bei der auf einem Berg bei Cerro al Volturnoan thronenden Festung vorbei, die sehr beeindruckend wirkt. Und wenige später passieren wir diesen gemauerte Hinweisschild, das auf den Abruzzen-Nationalpark hinweist, in dem wir jetzt unterwegs sind.

    Nur wenig später sehen wir unter uns den Stausee vor dem hoch auf einem Fels liegenden Ort Barrea. Die Aussicht von hier oben hinunter auf die Wasserwelt und die sie umgebenden Berge ist einfach einmalig und sehr beeindruckend.

    Immer wieder treffen wir jetzt auf diese orangen Warnschilder, die davor warnen, zu schnell zu fahren, um die hier noch lebenden Bären zu schützen. Aber es gibt hier auch noch eine ganze Menge anderer Tiere. In unseren Augen unnötiger Tiere, wie z.B. Wespen. Heute ist Reini von einer in den Hals gestochen worden. Einige Tropfen meines mitgefühtten Heilswassers wirken jedoch Wunder und lindern den ersten Schmerz - obwohl Reini im Laufe des Abends doch sehr viel Mitleid beanspruchen wird ;-)

    Eine 2. Pause legen wir am Nachmittag in der Nähe von Avezzano ein, ein hüübscher kleinerer Ort mit einigen Bars, darunter einer, wo wir im Schatten vor der Tür sitzen können. Wir stärken uns mit einem weiteren Croissant und einigen Cappuccini, Reini jammert ein bisschen wegen seinem wehen Hals, doch dann machen wir uns bald auch wieder auf zum Endspurt hin nach LÁquilla, wo wir heute übernachten wollen.

    Im Porta Rivera Hotel in LÁAquila am Bahnhof finden wir für 50 € für uns beide eine für italienische Verhätlnisse sehr gute und originielle Unterkunft. Besonders fallen uns die tollen Wandgemälde im Treppenhaus auf mit Motiven aus den ersten Jahren des Eisenbahnzeitalters. Sehr schön!

    Wir haben natürlich abends wieder Hunger, als wir losziehen zum Abendessen. Bereits gestern Abend haben wir ein opulentes 4-Gänge-Menue mit allem Drum und Dran gehabt, das wir beide wegen der Menge nicht aufessen konnten, doch als wir heute Abend in einer Tratoria in der Nähe Platz nahmen, waren wir ob unseres leeren Magens wieder gedankenlos und bestellten einfach, was der Wirt uns anbot.

    Und wieder gab es hier ein 4-Gänge-Menue mit Käse-/Schinkenplatte als Vorspeise, dazu Brot, später dann als 2. Gang eine Suppe, als 3. Gang gab es dann diese richtig dicken Spaghetti mit einer fetten Gemüse/Fleischsoße und dann dachten wir, dass es endlich zum Ende gekommen war. Aber mal wieder Fehlanzeige. Dann nämlich erst kam der Hauptgang mit Hühnchenschenkel, Kartoffelchips und Gemüse! Und dabei waren wir beide eigentlich auch schon bereits nach der Suppe proppenvoll! Nunja, dazu hatten wir dann auch noch den Liter Wein zu verputzen und zwei Liter Wasser, die hier einfach mit zur Mahlzeit gehören.

    Wir werden einfach nicht schlau! Sondern einfach nur schwerer... Morgen wollen wir fasten. Da gibte abends nur Bier!

    die heutige Tagesfahrleistung: 326 kim

    Zu den Bildern

    die heutige Fahrtstrecke
     

    10.09.2018


    Die Fahrt durch Süditalien

    Trulli-Häuser an der Ostküste im Süden bei Alberobello
    Bild: Trulli-Häuser an der Ostküste im Süden bei Alberobello

    Nach einem wunderbaren Abendessen und einigen letzten Runden "Sechs nimmt" hieß es gestern Abend Abschied nehemn von unseren Liebsten. Unsere Fähre sollte heute Morgen um 1.00 Uhr von Korfu-Stadt aus ablegen und wir sollten 2 Stunden zuvor bereits im Hafen sein. (Unsere Mädels sollten übrigens am nächsten Morgen um sechs von unserer Vermieterin abgeholt werden, um zum Flughafen gebracht zu werden.)

    Es war eine sehr schöne harmonische Woche und alle waren traurig, dass sie bereits vorbei war. Andererseits lockte uns natürlich auch wieder das Abenteuer. Was werden wir alles auf der Rückreise durch die italienischen Apenninen erleben? Ich freute mich natürlich darauf. Gegen zehn Uhr abends verabschiedeten wir uns also von Argirades und unseren Liebsten. Wegen Reinis Nachtblindheit musste ich leider vorsichtig vorfahren und so brauchten wir für die gut 30 km bis Korfu-Stadt fast eine Stunde. Zu dumm nur, dass unsere Navis den Fährhafen nicht kannten und so eierten wir wenige Kilometer vor dem Ziel etwas planlos durch die Dunkelheit bis einige Polizisten auf ihren Motorrädern uns freundlicherweise den Weg zeigen konnten. Echt nett von ihnen!

    Das Einchecken - die Fahrkarten hatten wir beide bereits online gelöst - geschah außerhalb des Hafengeländes etwa 500 m entfernt in einem Schifffahrtsbüro. Wir mussten zunächt etwas suchen, bis wir es fanden. Ein bisschen umständlich, die ganze Prozedur. Doch wir lagen noch gut in der Zeit. Und davon hatten wir dann auch noch genug, als wir in den geschlossenen Hafenbereich eingelassen wurden. Gegen 1.00 Uhr sollte eigentlich die Fähre starten, doch von einem Schiff war weit und breit nichts zu sehen. Ungeduldig liefen die Passagiere ohne Fahrzeuge kreuz und quer über das Gelände. Die Aufsichtskräfte mussten immer wieder Leute anweisen im Wartebereich zu bleiben und "Ausbrecher" mit Trillerpfeifen zurück scheuchen.

    Es war bereits halb zwei Uhr morgens vorbei, als endlich die Fähre eintraf. Erste ungeduldige italienische Fahrzeugbesitzer starteten bereits ihre Motoren, obwohl die Fähre noch garnicht richtig angelegt hatte und die Ladeklappe noch garnicht geöffnet war. Einige waren auch schon weiter vorgefahren. Die Unruhe bei den Wartenden wurde immer größer. Irgendwann waren wir dann tatsächlich nach der 3. Kontrolle von Tickets und Personalausweis endlich an Bord. Wir fanden ein freies Plätzchen in der Pullman-Kabine, gönnten uns noch das mitgebrachte Bier und schliefen erschöpft noch vor dem Ablegen der Fähre auf dem Fußboden liegend ein.

    Gegen neun Uhr hatten wir dann heute Morgen endlich Brindisi erreicht. Die Ladeklappen waren noch unten und entsprechend dunkel war es noch im Fahrzeugdeck als wir uns dort beide auf die Suche nach unseren Bikes machten. Mann! War das eng hier unten. Teilweise standen die LKW so eng nebeneinander, dass man nicht auf direktem Weg hindurch schlüpfen konnte zu seinem Ziel. Wir schafften es dann aber doch und gehörten diesmal zu den ersten, die die Fähre verlassen konnten.

    Die Strecke führte auf einer Schnellstraße zunächst entlang der italienischen Ostküste nach Bari. Wir waren froh, diesen Teilabschnitt recht zügig fahren zu können, denn hier unten ist eigentlich nur wenig Schönes und die Gegend recht flach. Bald hinter Bari fingen dann jedoch die erten Ausläufer der Apenninen an und wir gelangten etwas höher. Die Temperaturen an der Küste waren bereits vormittags auf bis zu 34° gestiegen. Wir hofften, dass sie mit dem weiteren Aufstieg hinein ins Festland dann etwas absinken würden. Doch zunächt ging es auf bis max. 200 m Höhe hinein in eine sanft hügelige Landschaft, die vorwiegend geprägt ist von Landwirtschaft im ganz großen Stil. Hier scheint fast alles angebaut zu werden, was viel Wärme und Wasser benötigt. Und das sind vorwiegend Wein, Oliven, Gemüse und Obst. Es muss viel bewässert werden. Manchmal kommt man an großen Rähren vorbei, die von weit her das benötigte Wasser für die Pflanzen bringen. Windräder und Photovoltaikanlagen sind immer wieder einmal zwischendrin oder auf Hügeln zu sehen.

    Bald hinter Troia steigt der Weg immer höher hinauf in den Apennin. Die Strecke in Richtung Nord-West verläuft immer seltener auf geraden Straßen, der Verlauf wird immer kurviger, der Straßenzustand immer passender für unsere Enduros und über einige Kilometer haben wir heute sogar wieder nichtbefetigte Wege kleinsten Maßstabs gefahren. Da sinkt dann der Schnitt erheblich. Genauso wie die Termperatur, die je weiter wir uns der 1.000 m-Höhe näherten auf bis zu 24° C abfiel. Als wir am frühen Abend auf der SP30 am Gasthaus La Poiane vorbei kommen, brauchen wir nicht mehr lange nachzudenken und halten sofort an, um uns ein Zimmer zu buchen. Wir sind beide mittlerweile zu müde, um noch andere Unterkünfte zu prüfen.

    Und nach dem Abendessen müsen wir beide feststellen: Es hat sich gelohnt, hier zu bleiben. Nach 2stündigem Schmausen fallen wir mit prallen Bäuchen todmüde in unsere Betten.

    die heutige Tagesfahrleistung: 405 kim

    Zu den Bildern

    die heutige Fahrtstrecke
     

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