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Abfahrt-Wissel.de
Sonntag, 01. August 2021 -- 4 Besucher online

 
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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51° 46' 18" nördl. B.
    06° 17' 14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


    Von 06:02 - 21:17 Uhr scheint heute die Sonne.
     

    Wie findest Du unsere Homepage?

     

     

    Guten Morgen! Ja, Mitternacht ist schon vorbei!

    Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

    Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Cafés oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

    Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt´s leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Beteiligte wird´s nicht stören!

    Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung beziehen, hinzu.

    Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

    Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
    Reinhold.

    PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

    Was gibt's Neues?

    23.09.2017


    Mein erster Tag im fremden Albanien


    Ankunft in Albanien in Durres
    Bild: Ankunft in Albanien in Durres

    So gegen 23 Uhr erst konnte ich gestern Abend auf die Fähre auffahren. 24 Uhr war als Abfahrtszeitpunkt vorgesehen, doch ich hatte bereits den ersten Schlaf auf einer der schönen Plastikbänke im oberen Saal hinter mir als ich durch ein extrem starkes Vibrieren geweckt wurde. Und da war es bereits 1.15 Uhr! Und die Fähre fuhr jetzt erst los. Na, ob sie das wohl schaffen wird, pünktlich in Durres in Albanien anzukommen?

    Das Schlafen auf den harten Plastikbänken ging besser als erwartet. Ich hatte einen langen Tag hinter mir, einiges gesehen und erlaufen. Wozu braucht man da eine teure Kabine? Die 10stündige Überfahrt Bari-Durres hat für mich und das Motorrad gerade mal 85€ gekostet. Tatsächlich waren wir an diesem Samstag Morgen sogar eine halbe Stunde früher im Hafen wie geplant. Dazu herrschte bestes Wetter, eigentlich gute Voraussetzungen für einen guten Start in den Tag.

    Doch es kam mal wieder alles anders als geplant: Ich hatte ja eine schöne Route auf mein Navi gespielt und dazu auch noch eine sehr genaue Karte im Maßstab 1:150.000 in der Größe 1,50 m x 1,00 m. Was konnte da noch passieren, dachte ich zuversichtlich mit meinem großen Schatz an Erfahrungen im Hinterkopf, was viele frühere Reisen in weiteste Länder anging. Nundenn, die OSM-Karte auf meinem Navi taugte nichts. Immer wieder bekam ich Anweisungen in Straßen einzubiegen, die nicht existierten oder die einfach nicht befahrbar waren. Häufiger noch sollte ich wieder kehrtmachen. Und so fuhr ich dann desöfteren denselben Weg in unterschiedlichen Richtungen und gab irgendwann entnervt auf, zückte die Landkarte und wollte hiermit weiterfahren. Doch wie es nun mal so ist bei so einer riesigen Karte mit ihren vielen Faltungen gestaltet sich das auch nicht so einfach. Ich schrieb mir dann einige Ortsnamen auf einen Zettel - ganz so wie früher. Doch von großem, Erfolg war auch das nicht gekrönt, weil obendrein die Beschilderungen wirklich sehr sehr schlecht waren.

    Dann fahren wir halt nach der Sonne! Gute Idee!,Nur zu dumm, dass manche Richtung zwar gut passte, die Straße, häufiger eher der Feldweg irgendwo in einer Sackgasse endete. In einem Fall an einem Freidhof in einem Waldstück an einem Hang. Ich muss schon sagen, ich war irgendwann ziemlich genervt. Dazu die oft schlechten bis sehr schlcchten Straßen, bisweilen unbefestigt mit tiefen Schlaglöchern, die nur Mofa-Geschwindigkeit erlaubten. In Ortschaften waren sie zwar geteert, dafür gab es hier oft diese Abbremsbuckel, wie wir sie auch vor wenigen Tagen noch in Korsika überall hatten. Doch hier gab es keine Hinweisschilder darauf. Wenn man sie nicht rechtzeitg erkannt hat, rumst es mächtig. Ich bin deshalb viele schlechtere Strecken garnicht mehr im Sizten gefrahren. War wesentlich entspannter so.

    Jedenfalls war ich dann irgendwann mal so weit, dass ich nach 150 km und 4 Stunden Fahrtzeit zum Startpunkt des Tages zurück gekehrt war. Ich hatte die Lust auf Albanien kurzzeitig verloren. Als ich ein Schild "Grichische Grenze" sah, bin ich ihm einfach hinterher gefahren. Jetzt sitze ich hier in Gjirokaster, habe ein günstiges Zimmer für 20 €, ein leckeres Steakgericht mit Bier und Cappuccino für 7,20 € im Bauch und werde morgen erst einmal durchatmen und tief Luft holen und mir nur den Ort, der sehr schön sein soll und auch ein Weltkulturerbe hat, in aller Ruhe anschauen.

    Und dann sehen wir mal weiter!

    Hier einige Eindrücke des Tages - Eintrag kommentieren
     

    22.09.2017


    Die Reise durch Apulien

    Brandrodung auf umbrischen Äckern
    Bild: Brandrodung auf apulischen Äckern

    Ich verabschiedete mich vom Hotel Michelangelo und erreichte gegen elf Uhr Ascoli Santriano in Apulien im Südosten Italiens. Die Temperatur heute morgen lag bereits bei 25°. Endlich konnte ich wieder mal meine Fleece-Jacke auslassen und auch die Griffheizung brauchte heute nicht eingeschaltet werden. (Ich hatte mich auch schon gefragt, warum in meinem Hotelzimmer sowie im Bad keine Heizkörper zu sehen sind.) Das Kastell bei Lucera war bereits von weitem auf dem Bergrücken erkennbar und ließ mich einen Abstecher dahin machen bevor es durch eine eher mit flachen Hügeln versehene Landschaft weiterging. Auffallend sind die vielen Windräder, die auf den Bergrücken stehen. Hin und wieder sieht man auch mal eine Photovoltaikanlage. Scheinen hier aber eher seltener zu sein. Gerade Straßen durchziehen die weiten Ebenen, die geprägt sind von großen Ackerflächen. Die meisten Felder sind abgeerntet. An einigen Stellen brennen noch Strohfeuer, was hier im Süden offenbar Gang und Gäbe ist, denn ich sehe es auf dem weiteren Weg fast überall. Hier lohnt sich der Einsatz von Großmaschinen.

    So manches zerfallende nicht mehr bewohnte Gehöft steht einsam zwischen den Feldern. Die Kleinbauern haben in dieser nur dünn besiedelten Gegend wohl alle schon aufgegeben. Es herrscht kaum Verkehr. Nun hin und wieder kommt mir ein einzelnes Fahrzeug entgegen. Es folgen Gebiete, in denen statt Getreide auch Obst und Gemüse angebaut werden. Ich sehe sogar einige Spargelfelder und zwischendurch immer wieder Olivenplantagen. Hin und wieder tauchen am Horizont Getreide- und Futtersilos auf. Erinnerungen an die Reise in den Südwesten der USA tauchen auf bei diesen Bildern. Große Rauchsäulen am Himmel sind vielerorts zu sehen. Entweder sind es Strohreste oder Reste von Baumschnitt, die hier verbrannt werden. Die Route führt durch einige Gebiete nur über kleinste Wege mit oft tiefen Schlaglöchern. Als ich noch weiter südlich vorgekommen bin, komme ich einer zerfallenen Gewächshausansiedlung vorbei. A Vendesi - zu verkaufen! Scheint wohl nicht so ganz einfach zu sein hier unten in der nähe des Stiefelsporns.

    Eine erste Pause in einer Bar in Ascoli Satrian auf 414 m ein. Ein schöner Ort mit vielen alten Häusern und historischen Gebäuden. Das Motorrad stelle ich am Kriegerdenkmal auf dem zentralen Platz ab und schlurfe hinüber zu einer Bar, setze mich in die Sonne und genieße einen Cappuccino. Bevor es weitergeht unternehme ich noch einen Spaziergang um die alte Kathedrale herum und freue mich über die Leute, die alle Zeit der Welt zu haben scheinen, um ein Schwätzchen auf der Straße oder in einer der Bars zu halten. Jeder scheint hier jeden zu kennen und Fremde werden sofort neugierig beäugt. Eine sehr schöne Stimmung hier oben.

    Am frühen Nachmittag habe ich das Castel del Monte, die Krone Apuliens erreicht. Je näher ich komme, umso mächtiger wirkt das einsame, achteckige Schloss des Stauferkaisers Friedrich II., heute Unesco-Welterbe. Die Kunsthistoriker streiten, welchen Zweck es erfüllte: Jagdschloss oder Repräsentationsgebäude? Stein gewordene mathematische Spielerei? Die Acht als Zeichen der Unendlichkeit, der Verbindung zwischen Himmel und Erde? Natürlich tummeln sich auch hier die Touristen. Übrigens die ersten, die ich heute gesehen habe.

    Die Strecke bis Bari ist nicht weiter erwähnenswert. Schnellstraße, Straßenmädchen, meist dunkelhäutig, am Wegrand und ansteigender Verkehr sind keine schönen Bilder. Die Außenbezirke Baris schrecken eher ab. Am Hafen erfahre ich, dass ich nicht auf ein anderes Schiff umbuchen musste, sondern dass es dasselbe ist, das lediglich 2 Stunden Verspätung hat. Die nette Dame am Schalter ist sehr bemüht mir das auf Englisch zu erklären und entschuldigt sich gleich auch noch dafür. Ich habe jetzt also mein Ticket in Papierform und mache mich danach auf in die historische Altstadt von Bari. Und ich bin angenehm erstaunt. Hätte ich nicht erwartet, dass der Ort im Inneren so viel zu bieten hat an schönen Häusern, einer Citadelle, einer Kathedrale und so vielen schönen historischen Gassen, die zum Erkunden einladen. Mir fallen einige alte Frauen auf, die an einem Tisch vor ihren Häusern sitzen und den Teig für Pasta kneten, die danach direkt geschnitten werden. An der Kathedrale setze ich mich vor ein Cafe, bestelle einen Aperol Spritz und beobachte die vielen Leute vor der Kirche. Ein Fernsehübertragungswagen steht davor, Polizisten und Sicherheitskräfte sind vor Ort. Und natürlich auch einige Touristen, viele mit diesen besch.... Selfie-Sticks. Ich setze nach dem Zwischenaufenthalt meinen Abstecher in die Altstadt fort und habe am Ende sogar Schweierigkeiten wieder zurück zur Citadelle zu finden. Hinter jeder Ecke gibt es etwas Neues zu sehen, da kann man einfach die Orientierung verlieren.

    Gegen 19 Uhr fahre ich zurück zum Hafen, bestelle eine Pizza und ein Bier und genieße das Sattsein. War ich bis jetzt der einzige Motorradreisende hier, kommt später noch ein Italiener aus Leccia auf seiner Tansalp dazu. Er will auch nach Albanien, allerdings zum wiederholten Male und diesmal als Teilnehmer einer Rallye. Er hat jedoch die frühere Fähre einer anderen Linie um 23 Uhr gebucht und muss bald nach dem Kennenlernen zum Boarding. Vielleicht trifft man sich ja noch unterwegs. Ein netter Typ. Jetzt vertreibe ich mir mit Schreiben die Zeit bis zum Einchecken gegen 22 Uhr.

    Hier einige Eindrücke des Tages - Eintrag kommentieren
     

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    Es ist besser, das zu überschlafen, was du zu tun beabsichtigst, als dich von dem wachhalten zu lassen, was du getan hast.
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