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Montag, 24. Juni 2019 -- 2 Besucher online

 


 
Wissel:
Geographische Lage:
51° 46' 18" nördl. B.
06° 17' 14" östl. L.
Einwohner: 2049
Fläche: 994 Hektar
Postleitzahl: 47546
Kennzeichen: KLE
Vorwahl: 02824

Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


Deine Geschichte
Erzähle uns deine Motorrad-Geschichte!

Die Umrundung der Adria
Bericht über unsere Motorrad-Reise vom 25.08. bis 15.09.2018 - 21 Tage, 10 Länder, 5.760 km
noch einige Gebraucht-Teile...
... abzugeben

Guten Abend!

Wenn das Motorrad und Reisen Deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Cafés oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt´s leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Beteiligte wird´s nicht stören!

Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung  beziehen, hinzu.

Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
Reinhold.

PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

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Was gibt's Neues?

29.08.2018

Über montenegrische Höhen zur albanischen Grenze

Piva-Schlucht
Bild: Piva-Schlucht

Der heutige Tag war für Reini und mich der bisher schönste der Reise. Dnas Frühstück fiel heute morgen aus. Wir genehmigten uns nur den starken türkische Kaffee, der mit dem Kaffeemehl im Mund, und dazu einige hausgemachte Kekse. Dann hieß es Abschied nehmen vom rustikalen Rafting Camp. Auf dem Weg zur Grenze kommen wir noch an mehreren anderen Rafting-Camps vorbei, deren Boote hier auf abenteuerlustige Touristen warten.

Der kleine Grenzübergang in der Nähe nach Montenegro auf der anderen Seite des Flusses ist schnell erreicht und bevor wir uns versehen, sind wir in der Piva-Schlucht unterwegs. Der Weg führt vorbei hoch über dem Fluss entlang steiler Abhänge unterhalb der hoch verlaufenden Felswände. Immer wieder müssen wir Tunnel durchfahren, mal kurze, mal lange und oft ist die Streckenführung innerhalb dieser Finsternis alles andere als gerade. Reinis Ding ist das wegen seiner Nachtblindheit überhaupt nicht. Die Landschaft unter uns ist einfach genial. Glitzernd zieht sich das Band der Piva unter uns in strahlendem Sonnenschein dahin.

Irgendwann haben wir den Stausee erreicht und biegen nach links ab hoch auf die Straße nach Zabljak - Trsa - Pluzine. Immer wieder sehen wir diese Schilder, die darauf hinweisen, auf den folgenden Kilometern vorsichtig zu fahren. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 km/h können wir jedoch nicht immer einhalten. Die Hochebene erinnert hier doch sehr an die norwegischen Fjells. Die Bäume werden weniger, Campinghütten stehen in einer Talmulde unter uns an einem Gewässer. Schafshirten mit ihren Hütehunden bewachen ihre Herden. Die Strecke geht in ihrem Verlauf bis auf über 1.900 m Höhe hinauf. Oft halten wir an, um die Aussicht zu genießen und um einige Fotos zu machen. Eine einsame Gegend ist das hier allerdings nicht, denn immer wieder muss man hier mit dem ein oder anderen Fahrzeug rechnen, das vielleicht hinter dem nächsten Felsen herum kommt. Vielleicht ist es aber auch eine Kuh, vielleicht ein Schaf oder eine Ziege, mit denen man hier immer auf der Fahrbahn rechnen muss.

An einer Hütte auf einem der Gipfel halten wir an, um uns bei einem Kaffee auszuruhen und zu besprechen. 1€ pro Tasse ist der Tarif! In der NÄhe von Fiskalni Blok müssen wir tanken. Wir nutzen die Gelegenheit uns vor einem Restaurant im Schatten auszuruhen bei je einem Eis und einem Cappuccino (zusammen für 4,50€ !!!) und planen den nächsten Abschnitt. Bis Albanien werden wir es heute wohl nicht mehr schaffen, denn wir sind nach gut 200 km, die wir heute gefahren sind, bereits ziemlich geschlaucht, auch wenn heute kein Schotterabschnitt dabei war. Da Montenegro zur EU gehört, ist hier sicherlich so mancher Euro zu Asphalt geworden. Warum auch nicht!

Und so finden wir dann nach 261 km heute im Hotel Lake Views in Andrijevica an einem See unweit der Grenze zu Albanien unser heutiges Domizil. (19,90€ pro Person inkl. Frühstück und Free) Wifi. Wieder einmal ein toller Tag! Wie schon gesagt, der beste der bisherigen Reise.

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die heutige Fahrtstrecke
 

28.08.2018

Unterwegs durch die Wildnis Bosnien-Herzegowinas

alte Männer auf Abenteuer-Tour
Bild: Reini und Reinhold, die alten Männer auf Abenteuer-Tour

Es ist Dienstag, unser 4. Reisetag. Wir laufen hinunter zur Strandpromenade, um uns mit einem starken Kaffee fit zu machen für den Tag, der noch so manche Überraschung bereithalten soll. Für die Wegzehrung besorgen uns wir noch im nahen Supermarkt einige Croissant und dann geht es schnell wieder los auf unsere Tour hinein nach Bosnien-Herzegowina BIH. Unser erstes Ziel soll hier die Brücke von Mostar sein. Die Abwicklung an einem Grenzübergang abseits der Hauptverbindungsstra0e verläuft zügig und bald stehen wir am der Stadtgrenze von Mostar. Unsere letzten Kunas wollten wir eigentlich noch vor der Grenze vertanken, das funktionierte allerdings nicht, weil dann schließlich doch keine Tankstelle mehr davor auftauchte und so tauschten wir sie kurzerhand, nun ja, eigentlich hat es dank der vielen Formulare dann doch nicht so schnell geklappt, in Mostar in einer Bank um. Im Cafe direkt vor der Bank beratschlagten wir dann erst einmal, wie wir die weitere Reise angehen wollten. Also zunächt einmal zur Brücke von Mostar.

Was für ein Horror in Form von tausenden Touristen, die sich hier gegenseitig auf die Füße traten, erwartete uns hier. Dazu noch die geschäftstüchtigen Restaurantbesitzer, die für zehn Euronen unsere Motorräder bewachen wollten. Wir waren beide ziemlich genervt durch den Rummel hier, liefen hinunter unterhalb der Brücke, machten einige obligatorische Fotos und ergriffen dann schnell wieder die Flucht ohne die gewünschten Parkgebühren für unsere Bikes zu bezahlen. Nur schnell weg hier. Eingie Kilometer außerhalb Mostars im Norden sah dann die Welt ganz anders aus.

Wir fuhren heute von den 250 Kilometern etwa 90 nur auf Schotter auf Stra0en, die wir nie auf einer Landkarte vermutet hätten. Was für ein Abenteuer. Etwa 25 Kilometer nördlich hinter Mostar ging es los damit. Die Navis kannten die Strecken, doch wir wollten ihnen anfangs keinen Glauben schenken als die Straßen mit ansteigender Höhe immer schlechter wurden. Einsamste Gegenden durchfuhren wir, kaum ein anderes Fahrzeug war hier unterwegs. Alte verrostete mit Holzplanken belegte Brücken führten uns auf die andere Seite von Flüssen. Und irgendwann hatten wir dann tatsächlich Kalinovik fast mit dem letzten Tropfen Benzin erreicht. Seit Mostar hatte wir auf knapp 100 kim keine Tankstelle mehr gesehen. Nach dem Volltanken folgten weitere Kilometer unbefestigter Straßen. Wir hatten noch 5 Konvertible Mark in der Tasche, die wir schließlich bei einer der letzten Pausen in Cola und Kaffee in einem Gasthaus am Weg umwandelten.

Bei Bastasi kurz vor der Grenze zu Montenegro kommen wir an einem großen Blockhaus vorbei, in dem auch Zimmer vermietet werden und Reini und ich sind uns schnell einig, dass wir hierbleiben wollen für die Nacht. Wir sind geschafft von der anstrengenden Tour und haben Hunger. Für je 20 Eur inkl. Frühstück kommen wir hier unter und leisten uns auch noch ein ausgiebiges Abendessen mit einigen Bierchen. Was für ein Tag!

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die heutige Fahrtstrecke
 

27.08.2018

Hui,was für ein schönes Aufstehen. Die Sonne lacht vom Himmel, das Frühstück ist im Bauch, die Motorräder fast fertig gesattelt. Ich warte jetzt nur noch auf Reini, dass er gleich endlich auf dem Klo fertig wird.
Wollen heute "Strecke machen".
Heute Abend mehr....

Reise in den Süden Kroatiens

30 km bis Zoagli an der kroatischen Küste
Bild: abends im Inland noch 30 km bis Zoagli an der kroatischen Küste

Als wir am Morgen aufwachen, lacht bereits die Sonne. Bis zum Frühstück um 8 Uhr nutzen wir die Zeit nach einer ausgiebigen Dusche zum Bepacken der Bikes. Als es dann endlich Zeit ist fürs Frühstück sind auch bereits unseren spanischen Zimmernachbarn auf und gemeinsam mit ihnen machen wir uns über das zwar einfache, aber ausreichende Buffet her. Die Spanierin verushct uns dabei die ganze Zeit etwas von ihren Erlebnissen auf ihrer Wandertour zu zeigen auf ihrem Handy. Wir verstehen nur Bahnhof, zumal sie kein Wort Englisch können und wie selbstverständlich davon ausgehen, dass wir mit ihrem Spanisch keine Probleme haben. Lustig! Aber total nett, das spanische Pärchen.

Gegen neun Uhr kommmen wir dann schließlich los nachdem ich mich zuvor noch etwas mit dem netten Vermieter unterhalten hatten. Die Fahrt führt uns auf dem schnellsten Weg zur Autobahn und an der ersten Tankstelle hier kaufen wir uns beide zunächst einmal eine 7-Tages-Plakette für unsere Motorräder zu jeweils 7,50 € bevor es nach einem stärkende Cappucchino weiter gehen kann.

Vor Ljubljana kommen wir dann in einen Stau. Für Reini ist es eher schwerer mit seinen breiten Alu-Koffern sich durch die Autoschlangen zu mogeln, doch nach wenigen Kilometern hat sich der Stau aufgelöst nach dem Abzweig nach Maribor. Gegen viertel vor eins legen wir hinter Karlovac in Kroatien die nächte Pause ein und verfuttern Teile unserer Restpizzen. Mann! Waren das Geräte gestern Abend! Ich schaffe es trotzdem nicht, alle Reste bei dieser Pause zu vernichten.

Als wir am späten Nachmittag nach über 600 km unseren 3. Stopp an der Zahlstation einlegen, um unsere 20,70 € Autobahngebühr zu bezahlten, sind wir ein bischen stolz, heute soweit gekommen zu sein. Wir beschließen, heute Abend an der Küte in Zaostrog zu übernachen, wo ich im letzten Herbst einige schöne Tage verbracht habe. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem malerisch gelegenen See vorbei, wo wir anhalten um einige Fotos in der hereinbrechenden Dämmerung zu machen, bevor wir ca. 30 km später Zaostrog anfahren. Leider herrscht aktuell nocih Saison und wir finden in der tollen Pension direkt am Meer leider kein Zimmer mehr, so dass wir ein Stück weiter fahren müssen in den Nachbarort, wo wir schließlich nach 724 km Tagesleistung eine Unterkunft finden. Mittlerweile liegt Trier 1.695 km hinter mir.

Unsere Unterkunft in Drvnik für 55 EUR je Nacht hat heute leider kein WLAN. Macht aber nix, wir sind froh, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben und machen uns bald nach dem Abladen auf zum Abendessen an der Strandpromenade. Irgendwann taucht hier dann auch der Vollmond auf und komplettiert das Wohlfühlprogramm. Geschafft und zufrieden fallen wir dann aber auch bald danach in unsere Betten.

Die Temperaturen heute haben heute übrigens wieder die 30°-Marke erreicht.

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26.08.2018

Am 2. Tag durch Österreich nach Slowenien

Es ist noch kalt (5° C) als wir uns am Sonntag Morgen von unseren Vermietern verabschieden. Das Frühstück war reichlich und gestärkt soll es heute quer durch Österreich gehen, zunächst in Richtung Reit im Winkel und dann zum Felbergtauerntunnel. Dann Matrei in Osttirol in Richtung Lienz. Um die Mittagszeit haben wir den Felbergtauerntunnel erreicht, löhnen am Ende jeweils 10€ für die Durchfahrt und freuen uns bald dahinter, dass die Temperaturen endlich wieder in den zweistelligen Bereich angestiegen sind. Zwischenzeitlich waren sie auf bis 5°C abgesackt und Schnee lag an einigen Abschnitten am Straßenrand.

In Lienz legten wir eine erste Pause in einem Eiscafe bei einem Cappuccino ein. Als wir wieder losfahren wollten bemerkte ich dann dieses Auto mit Schnee auf den Scheiben. Bald hinter Hermagor überfahren wir die Grenze zu Slowenien. Und dann wird es endlich wieder interessanter zu fahren. Eine sehr kurvige kleinere Straße mit nicht zu gutem Asphalt lässt das Herz wieder höher schlagen. Die Fahrt über Kranjska Gora und Jesenice führt uns uns vorbei an Bled nach Cesnjica, wo wir eine mit 22€ pro Person inkl. Frühstück recht günstige Unterkunft im Jugendherbergsstil finden.

Zum Abendessen bewegen wir unsere etwas eingerosteten Knochen mal wieder und laufen den Kilometer hinüber in den Nachbarort, wo die größten Pizzen gereicht werden, die ich je gesehen habe. Also, ich meine, eine hätte auch für vier Personen gereicht. Wenn wir nur vorher mal einen Blick auf die Nachbartische geworfen hätten! Wir lassen uns die Reste einpacken und haben somit für den morgigen Tag bereits essenstechnisch gut vorgebeugt. Nach heute "nur" 328 km Pass- und Landstraßen wollen wir morgen mal wieder "Strecke machen". Hier in Slowenien gefällt es uns beiden zwar sehr, sehr gut, doch zu unserem Traumziel Albanien ist es noch ein weiter Weg.

vor einer Umgebungskarte in Cesnjica
Bild: Reini vor einer Umgebungskarte in Cesnjica/SLO

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Weisheit des Tages

Freundschaft ist wie eine Spur, die im Sand verwischt, wenn man sie nicht beständig erneuert.
aus Afrika