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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 562 vom 05.11.2025Mit dem Motorrad durch Vulkanlandschaften und Moselschleifen - Herbstrunde durch die Eifel
Bild: im historischen Ulmener Maarstollen: ein 120 Meter langer Tunnel, der den See mit dem nahegelegenen Jungfernweiher verbindet
Karte:die heutige Strecke Am heutige goldenen Herbsttag, bei strahlendem Sonnenschein und angenehm milden 18 Grad, startete ich noch vor dem Mittag meine Motorradtour von Trier aus hinein in die Wälder, Täler und Vulkankrater der Eifel. Die Straßen waren bestens befahrbar, die Luft klar – perfekte Bedingungen für eine ausgedehnte Tour auf zwei Rädern, begleitet vom sanften Rascheln des Herbstlaubs.
Bild: Kleine Panne vor dem Start: Der Seitenständer-Schalter hatte sich gellöst. Nach dem Start ging es zunächst Richtung Ehrang, vorbei an den stillen Tälern rund um Rothaus und Herforst, weiter entlang des Fliegerhorsts Spangdahlem. Die Landschaft wurde zunehmend wilder, die Straßen kurviger – durch bunte Laubwälder, die in Rot- und Goldtönen leuchteten. Über Schwarzenborn und das idyllische Eisenschmitt führte mich der Weg nach Manderscheid, ein Kulturjuwel mitten in der Vulkaneifel.
Bild: Die Manderscheider Burgen – ein Blick ins Mittelalter Manderscheid ist berühmt für seine beiden imposanten Burgen: die Oberburg und die Niederburg. Sie thronen auf zwei gegenüberliegenden Anhöhen im Liesertal, getrennt durch den Bachlauf, der sich dort tief ins Tal gegraben hat. In der klaren Herbstluft präsentierten sich die Burgen in ihrer vollen Pracht – umgeben von dichtem, bunt gefärbtem Laubwald.
Bild: vorbei am Kreuzweg bei Manderscheid. Weiter ging es über Eckfeld und Gillenfeld zum beeindruckenden Pulvermaar – eines der tiefsten Maare der Eifel, dessen Wasser wie ein tiefblauer Spiegel in der Herbstsonne glitzerte. Ulmener Maar und ein geheimnisvoller Stollen Mein erstes großes Ziel war das Ulmener Maar – das jüngste der Eifelmaare, entstanden vor etwa 11.000 Jahren durch eine heftige vulkanische Explosion. Besonders faszinierend ist der historische Ulmener Maarstollen: ein 120 Meter langer Tunnel, der den See mit dem nahegelegenen Jungfernweiher verbindet. Der Stollen wurde im frühen 17. Jahrhundert in mühevoller Handarbeit in den Fels getrieben und diente dazu, den Wasserstand des Maars zu regulieren. Das abgeleitete Wasser trieb früher eine Vielzahl von Wassermühlen in der Umgebung an, als es noch keine Dampfmaschinen gab. Diese Mühlen mahlten Getreide, pressten Öle und verarbeiteten Eichenrinde für die Ledergerbung – ein wichtiges wirtschaftliches Rückgrat für die Region. Vom Vulkanland an die Mosel Nach einem entspannenden Spaziergang führte mich dann die Route weiter über Hasborn nach Wittlich, durch hügelige Landschaften und vorbei an herbstlich verfärbten Streuobstwiesen. Schließlich erreichte ich Piesport an der Mosel, wo sich der Fluss in weiten Schleifen durch das enge Tal windet. Hier laden malerische Weindörfer, steile Weinbergterrassen und alte Fachwerkhöfe zu ausgedehnten Pausen ein.
Bild: an der Mosel vor Piesport Über Neumagen-Dhron, die älteste Weinstadt Deutschlands, führte mich der Weg anschließend nach Büdlicher Brück. Ein ruhiger, versteckter Ort, wo der Büdlicher Bach in die Dhron mündet. Besonders sehenswert ist das historische Wehr, das dort den Bach staut. Früher trieb es Mühlräder an, heute fließ das Wasser ruhig über die Steine, ideal, um kurz den Helm abzunehmen und noch einmal den Herbst zu genießen.
Bild: Am späten Nachmittag war ich wieder zurück in Trier, hier ein Blick auf die Kaiserthermen Die Strecke zurück nach Hause verlief entlang sanfter Kurven und bot noch einmal traumhafte Ausblicke auf farbenprächtige Wälder und weite Täler. Insgesamt umfasste die Tour rund 180 Kilometer, eine perfekte Herbstrunde durch die Eifel, reich an Geschichte, Natur und Fahrspaß.
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