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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 596 vom 27.03.2026Marokko ’26 – Tag 9: Midelt → Ziz-Tal (98 km)
Bild: Regen ist kein Grund, im Hotel zu bleiben.
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Die Nacht in Midelt war alles andere als ruhig – der Regen trommelte unermüdlich auf Dächer und Straßen. Entsprechend fiel der Start in den Tag gemütlich aus: Wolfgang und ich ließen uns Zeit, warteten bewusst den Wetterbericht ab und verschoben die Abfahrt in den Nachmittag. Frühstück gab es daher später als üblich – ganz entspannt, mit Blick auf den noch grauen Himmel.
Bild: Die Aussicht von unserem Zimmer heute morgen Doch genau in diesem Moment sorgte eine unerwartete Nachricht für Aufregung: Eine SMS von Utz aus Aachen – er sei ebenfalls in Midelt! Kaum zu glauben, aber nur wenige Minuten später klingelte schon das Telefon. Eine halbe Stunde danach saßen wir gemeinsam am Tisch. Ein wirklich schönes Wiedersehen, begleitet von reichlich Gesprächsstoff und der typischen Freude, sich zufällig in der Ferne zu begegnen.
Bild: Ein Wiedersehen mit Utz Utz plante, noch eine Nacht zu bleiben, während es uns heute schon weiter ins nahegelegene Ziz-Tal ziehen sollte. Bei Kaffee und Tee – zusammen mit einigen anderen Motorradreisenden aus unserem Hotel – entstand eine gesellige Runde, bevor sich die Wege wieder trennten. Mit einem „man sieht sich bestimmt irgendwo wieder“ verabschiedeten wir uns. Gegen 13 Uhr ging es dann endlich los. Es nieselte noch leicht, doch der Himmel zeigte bereits erste freundliche Tendenzen. Der Anstieg auf den ersten Pass – knapp unter 1900 Meter – führte uns direkt in dichten Nebel. Die Sicht war begrenzt, die Straße feucht, aber die Stimmung gut. Bild: kurze Tankpause hinter der Passhöhe Schon kurz nach der Passhöhe hatte der Regen ein Einsehen und hörte auf. Endlich! Ein Tankstopp folgte, und auch die Temperaturen kletterten wieder über die 10-Grad-Marke – ein kleines, aber spürbares Stück Komfort. Bild: Es wurde wieder trockener auf unserem Weg in Richtung Wüste. Am Straßenrand tauchten immer wieder Händler auf, die Mineralien und kleine Kunstwerke aus Stein anboten – typisch für diese Region rund um Midelt, die für ihre geologischen Funde bekannt ist. Wir konnten nicht widerstehen und nahmen ein kleines Andenken mit. Kurz vor dem Ziz-Tal durchquerten wir den sogenannten „Legionärstunnel“. Bild: Dieser Tunnel wurde während der französischen Kolonialzeit von der Fremdenlegion in den Fels geschlagen – eine beeindruckende Ingenieursleistung, wenn man die damaligen Mittel bedenkt. Er markiert gewissermaßen das Tor zum Ziz-Tal: Hinter ihm öffnet sich die Landschaft schlagartig und gibt den Blick frei auf eine völlig andere Welt – tiefe Schluchten, Palmenhaine und die ersten Oasenstrukturen. Ein echter Übergang vom rauen Hochland hin zur beginnenden Wüstenregion. Unsere Unterkunft für die Nacht: das Hotel Camping Jurassic im Ziz-Tal. Eine angenehm entspannte Anlage, die sowohl Zimmer als auch Stellplätze bietet – beliebt bei Overland-Reisenden und Motorradfahrern.
Bild: Unsere Motorräder sicher untergebracht im Hotel Camping Jurassic Besonders schön: die Lage mitten im Tal, umgeben von Palmen und mit Blick auf die umliegenden Felsen. Nach der eher kühlen und nassen Etappe heute fühlte sich die Ankunft hier fast schon wie ein kleiner Klimawechsel an.
Bild: Im Hotel Camping Jurassic im Ziz-Tal beim Warten auf das Abend-essen
Das Abend-essen wurde gegen 19 Uhr serviert – klassisch und hervor-ragend: Ein einfacher, aber sehr stimmiger Tagesausklang. Ausblick auf morgen: Große Runde durchs Ziz-Tal: Der Plan für morgen klingt vielversprechend und abwechslungsreich:
* Frühstück um 8 Uhr Geplante Strecke: rund 340 km – wobei eine Abkürzung möglich ist, falls nötig. Heute war wieder einmal ein Tag, der wettertechnisch zäh begann, sich aber mit schönen Begegnungen, spannender Strecke und einem stimmungsvollen Ziel mehr als gelohnt hat.
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