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    Wissel:
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    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

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    Ein Blick in mein Reise-Tagebuch

    Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.

    Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.

    Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!

    Eintrag 634 vom 03.07.2026

    Heimreise – Vom Harz an den Niederrhein

    Boxer-Kunst-Motorradtreffen an der Tonenburg bei Höxter

    Bild: Boxer-Kunst-Motorradtreffen an der Tonenburg bei Höxter

    Mehr anzeigen

    Nach einer abwechslungsreichen und erlebnisreichen Woche im Harz hieß es heute Abschied nehmen. Um 9:00 Uhr startete ich am Hotel in Wernigerode gemeinsam mit Frank aus Goch zur Heimreise. Da ich ohnehin zu einer Familienfeier an den Niederrhein nach Uedem fahren wollte, bot es sich an, den größten Teil der Strecke gemeinsam zurückzulegen. Zu zweit fährt es sich auf langen Etappen schließlich immer etwas kurzweiliger.

    Der Himmel zeigte sich freundlich, doch am frühen Morgen war es deutlich kühler als in den vergangenen Tagen. Schon nach wenigen Kilometern merkte ich, dass ich die Temperaturen unterschätzt hatte. Also legten wir kurzerhand einen kurzen Halt ein, damit ich meine Innenjacke wieder in die Motorradkleidung einsetzen konnte. Danach war die Welt wieder in Ordnung und wir konnten die Fahrt entspannt fortsetzen.

    Schön wars.

    Bild: Schön wars.

    Wie schon während der gesamten Reise verzichteten wir bis ins Weserbergland bewusst auf Autobahnen. Stattdessen führte uns die Route über kleine Landstraßen, vorbei an Feldern, Wiesen und durch zahlreiche Dörfer. Gerade diese gemütliche Art des Reisens macht für mich den besonderen Reiz einer Motorradtour aus. Man erlebt die Landschaft viel intensiver und entdeckt unterwegs immer wieder schöne Orte, an denen man auf der Autobahn achtlos vorbeifahren würde.

    go West

    Bild: go West

    Unser erster größerer Halt war die Tonenburg bei Höxter. Die mittelalterliche Burganlage liegt idyllisch oberhalb der Weser und ist seit vielen Jahren ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer. An diesem Wochenende fand dort wieder das bekannte Boxer-Kunst-Motorradtreffen statt. Das Treffen bringt jedes Jahr zahlreiche Fahrer klassischer BMW-Boxermodelle zusammen und hat sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht.

    Für mich war dieser Stopp etwas ganz Besonderes. In früheren Jahren war ich selbst regelmäßig mit meinen alten BMW Zweiventil-Boxern bei diesem Treffen zu Gast. Die luftgekühlten Zweizylinder mit ihren charakteristischen Boxermotoren gelten bis heute als robuste und zuverlässige Klassiker und genießen unter Motorradfahrern fast schon Kultstatus.

    beim Boxer-Kunst-Motorradtreffen

    Bild: beim Boxer-Kunst-Motorradtreffen

    Obwohl es noch recht früh am Vormittag war, standen bereits einige Motorräder auf dem Burggelände. Und tatsächlich begegnete ich einigen alten Bekannten, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Es war schön zu erleben, dass man sich trotz der vergangenen Zeit sofort wiedererkannte. Solche unerwarteten Begegnungen gehören oft zu den schönsten Momenten einer Motorradtour.

    Nach einer ausgiebigen Unterhaltung setzten wir unsere Fahrt fort. Die Strecke führte weiter durch das Weserbergland und später in Richtung Bielefeld. Kurz vor der Stadt legten wir in einer kleinen Bäckerei eine Kaffeepause ein. Bei frischem Kaffee und einem belegten Brötchen ließen wir die bisherigen Kilometer noch einmal Revue passieren, bevor es weiter in Richtung Ruhrgebiet ging.

    Unsere letzte größere Pause machten wir am bekannten Motorradtreff Drügen Pütt bei Haltern am See. Seit vielen Jahren ist dieser Treffpunkt besonders an den Wochenenden ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein. Bei schönem Wetter füllt sich der große Parkplatz schnell mit Motorrädern aller Marken und Baujahre.

    Für uns gab es dort noch einen leckeren Eiskaffee, während wir den zahlreichen ankommenden und abfahrenden Motorrädern zusahen. Die entspannte Atmosphäre war ein schöner Abschluss unserer gemeinsamen Fahrt.

    Niederrhein, wir kommen.

    Bild: Niederrhein, wir kommen.

    Anschließend führte uns die Strecke weiter nach Westen. Die Landschaft veränderte sich langsam. Die sanften Mittelgebirge lagen längst hinter uns, stattdessen bestimmten nun weite Felder, flache Landschaften und die typischen Alleen des Niederrheins das Bild.

    Am frühen Abend erreichten wir schließlich unser Ziel. Damit endete eine wunderschöne Motorradreise, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

    Resümee der Harzreise

    Die vergangenen sechs Tage haben einmal mehr gezeigt, warum der Harz zu den beliebtesten Motorradregionen Deutschlands zählt.

    Unzählige kurvenreiche Landstraßen, herrliche Ausblicke, dichte Wälder, historische Fachwerkstädte und beeindruckende Sehenswürdigkeiten sorgten jeden Tag für neue Eindrücke. Ob das Kyffhäuserdenkmal, der Hexentanzplatz, die zahlreichen Talsperren oder die kleinen, oft jahrhundertealten Ortschaften – jede Tagesetappe hatte ihren ganz eigenen Charakter.

    Besonders gefallen hat mir erneut, dass wir konsequent auf Autobahnen verzichtet haben. Gerade die kleinen Nebenstraßen machen den eigentlichen Reiz des Motorradfahrens aus. Hier erlebt man die Landschaft unmittelbar, entdeckt versteckte Winkel und kommt mit Menschen ins Gespräch, denen man sonst niemals begegnet wäre.

    Auch das Wetter zeigte nahezu alle Facetten. Vom Start bei 40 Grad bis hin zu angenehm kühlen Temperaturen, Nebel und gelegentlichen Regenschauern war alles dabei. Gerade diese Abwechslung machte die Tour noch interessanter.

    Als einer der drei Tourguides war es wieder eine schöne Aufgabe, die Gruppe sicher durch den Harz zu begleiten. Besonders erfreulich war das harmonische Miteinander. Alle Teilnehmer fuhren rücksichtsvoll, die Stimmung war während der gesamten Woche hervorragend und auch kleinere Pannen oder Planänderungen wurden stets mit Humor genommen.

    Ein großes Dankeschön gilt unserer Tourleiterin Monika für die hervorragende Organisation der Reise sowie meinen Guide-Kollegen Udo und allen Teilnehmern, die mit ihrer guten Laune und ihrer Kameradschaft diese Woche zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben. Ebenso möchte ich unserem Tourfotografen Cedric danken, der viele der schönen Momente mit seiner Kamera festgehalten hat.

    Am Ende bleiben viele schöne Erinnerungen, zahlreiche neue Eindrücke und natürlich die Vorfreude auf die nächste gemeinsame Motorradtour.

    Denn eines ist sicher: Nach der Tour ist immer auch vor der nächsten Tour.


     

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    Tagebuch-Inhalt

     

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