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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 45 vom 12.03.2017Frühling zwischen Trier, Mosel und Eifel
Der heutige Tag präsentierte sich als ein erster, fast schon idealer Frühlingstag: milde 14 Grad, trockene Straßen, Sonne mit ein paar Schleierwolken – perfekte Voraussetzungen für eine ausgedehnte Motorradtour. Die Route führte von Trier aus in einem weiten Bogen entlang der Mosel, durch die Eifel und zurück. Kurvige Strecken, beeindruckende Ausblicke und stille Orte machten diese Fahrt zu einem stimmungsvollen Saisonauftakt. Start in Trier – Die Saison beginnt Früh am Morgen ging es los – die Stadt lag noch ruhig da, der Verkehr hielt sich in Grenzen. Über die Mosel hinweg verließ die Route Trier Richtung Hunsrück. Die Sonne stand noch tief und tauchte das Moseltal in weiches Licht. Die Maschine lief rund, die Luft war frisch, aber nicht unangenehm kühl. Moselpanorama bei Piesport Der erste markante Halt: der Moselblick bei Piesport. Ein Punkt, an dem sich die Mosel in großzügigen Schleifen durch die noch kahlen Weinberge windet. Die Rebstöcke standen zurückgeschnitten an den Hängen, die Erde war feucht vom Tau, und über dem Fluss lag eine frühe Helligkeit, die das Wasser silbern schimmern ließ. Abtei Himmerod – Eifelruhe und Geschichte Von der Mosel ging es hinein in die Eifel, zur Abtei Himmerod. Schon die Anfahrt durch das Tal ist ein landschaftliches Erlebnis. Die Zisterzienserabtei liegt abgeschieden zwischen Wäldern – ein eindrucksvoller, ruhiger Ort mit historischer Tiefe. Besonders eindrücklich: der Klosterfriedhof mit seinen schlichten Steinkreuzen in Reih und Glied – eine stille Erinnerung an vergangene Generationen von Mönchen. Ein paar Schritte weiter die Klostergärtnerei, in der es schon deutlich nach Frühling roch: erste Blumen, Setzlinge, frische Kräuter. Trotz der frühen Jahreszeit war bereits Bewegung zu spüren – ein schöner Kontrast zur meditativen Stille des Klosterhofs. Manderscheider Burgen – Zeitreise ins Mittelalter Weiter ging es nach Manderscheid, wo hoch über dem Liesertal die beiden Manderscheider Burgen thronen. Die Aussicht von der Niederburg auf das Tal und die Oberburg auf der gegenüberliegenden Anhöhe ist beeindruckend. Das Licht des März verleiht der Szenerie eine besondere Schärfe – klare Konturen, wenig Laub, freier Blick über das Tal. Ein kurzer Fußweg lohnt sich – die Burgruinen erzählen Geschichte und bieten gleichzeitig einen faszinierenden Blick über die umliegende Eifel. Bullay – Technik trifft Landschaft an der Doppelstockbrücke Zurück an der Mosel wartete bei Bullay ein echtes technisches Highlight: die Doppelstockbrücke, offiziell "Bullayer Moselbrücke". Dieses seltene Bauwerk trägt oben den Bahnverkehr, unten rollt der Straßenverkehr – und das alles auf einer Stahlkonstruktion aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der Moment, mit dem Motorrad über die untere Ebene zu fahren, während oben ein Zug über das Tal rauscht, ist einmalig. Anschließend bot sich ein kurzer Halt am Moselufer an, um die Konstruktion aus der Ferne zu betrachten – eingebettet in die Hänge, umgeben von Weinbergen, die sich noch im Wartemodus befinden. Traben-Trarbach & Bernkastel-Kues – Frühling in den Gassen Entlang der Mosel ging es weiter durch die Weinstädte Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues. In beiden Orten war bereits etwas Frühjahrsbetrieb spürbar: Spaziergänger an der Promenade, Cafés mit ersten geöffneten Terrassen, das Klingen von Geschirr und Stimmen, die durch die noch kühlen Gassen hallten. Besonders Bernkastel-Kues wirkte in der Nachmittagssonne wie ein Freilichtmuseum – Fachwerkfassaden, schmale Gassen, Moselromantik pur. Zeit für eine kurze Pause und einen Kaffee mit Blick auf das Wasser. Die Weinberge im März – Zwischen Ruhe und Erwartung Auf der gesamten Strecke begleiteten die noch kahlen Weinberge das Landschaftsbild. Ohne das Grün der Reben offenbart sich die Struktur der Steillagen besonders deutlich. Die Pfähle und Drähte standen wie Gerüste in der Landschaft – bereit für den Frühling, der nun nicht mehr weit entfernt schien. Gerade diese Ruhe vor dem Erwachen hatte ihren ganz eigenen Reiz. Es war, als würde die Landschaft durchatmen – bevor in wenigen Wochen die grüne Explosion folgt. Am späten Nachmittag führte die Route zurück nach Trier. Die Sonne begann bereits zu sinken, das Licht wurde goldener, die Schatten länger. Zufrieden, mit vielen Bildern im Kopf, klang der Tag aus – eine Tour mit allem, was Motorradfahren im Frühling ausmacht: Kurven, Weitblick, Landschaft, Geschichte und Ruhe.
Fakten zur Tour Diese Tour war ein idealer Einstieg in die Saison – abwechslungsreich, landschaftlich stark und voller kleiner Entdeckungen. Zwischen Mosel und Eifel bietet der März die perfekte Kulisse für eine Fahrt mit offenen Sinnen – ohne Trubel, aber mit jeder Menge Atmosphäre.
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