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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 591 vom 22.03.2026Marokko ’26 – Tag 4: Unser Seetag auf dem Mittelmeer
Bild: blauer Himmel und viel Sonne, was braucht man mehr?
Heute hieß es: einfach mal treiben lassen – im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Tag spielte sich komplett auf dem Mittelmeer ab, irgendwo zwischen Vorfreude, Sonne und kaum Seegang. Gegen Mittag legten wir in Barcelona an. Ein kurzer Zwischenstopp mit viel Bewegung: Einige Fahrzeuge und auch ein paar Motorradfahrer verließen die Fähre – für sie war die Reise hier schon zu Ende. Für uns dagegen fühlte es sich eher wie ein kleines Kapitel an, bevor das eigentliche Abenteuer beginnt.
Bild: Die Seilbahn im Hafen von Barcelona
Gut zwei Stunden später hieß es dann wieder: Leinen los, Kurs auf Tanger! Und spätestens da stellte sich bei uns dann dieses Kribbeln ein, wenn man weiß, dass das Ziel näher rückt. Der Nachmittag gehörte eindeutig dem Sonnendeck. Nach den doch recht frischen letzten Tagen wurde jede freie Minute genutzt, um sich aufzuwärmen. Überall lagen, saßen und standen Menschen, die sich die Sonne ins Gesicht scheinen ließen – fast wie Eidechsen auf Urlaub. Dazwischen auch einige Hunde, die das Ganze entweder entspannt beobachteten oder sich fragten, warum ihre Menschen plötzlich so viel Zeit fürs Nichtstun haben. Überhaupt ist die Mischung an Bord herrlich bunt. Die unterschiedlichsten Leute, Geschichten und Reiseziele treffen hier aufeinander. Besonders leicht zu erkennen: die Marokkaner – ausgebeulte Jogginghosen, Badeschlappen an den Füßen und diese entspannte Selbstverständlichkeit, als wären sie schon längst zu Hause. Der Wellengang? Kaum der Rede wert. Das Meer zeigte sich heute von seiner sanften Seite – gut für den Magen, weniger gut für alle, die auf ein bisschen Abenteuer gehofft hatten. Apropos Magen: Der meldete sich dann doch irgendwann recht deutlich. Leider waren wir fürs Mittagessen etwas zu spät dran. Unser Plan, heute „à la Carte“ zu speisen, ging damit nicht ganz auf. Stattdessen blieb uns nur noch die „italienische Halbware“. Sagen wir es diplomatisch: Es hat uns nicht geschmeckt. Sagen wir es ehrlich: Es war teuer und trotzdem irgendwie traurig. Aber immerhin – der Hunger war besiegt, wenn auch nicht unbedingt stilvoll. Jetzt blicken wir nach vorne: Morgen, gegen halb acht am Abend, werden wir endlich in Tanger anlegen. Und wir können es kaum erwarten, wieder auf die Motorräder zu steigen. Dieses Warten auf dem Wasser ist schön – aber der Asphalt ruft schon ziemlich laut. Marokko, wir kommen.
Bereits freigeschaltete Kommentare:
Reinhold
Wir wollen am 20.04. wieder die Fähre in Tanger besteigen.
Jutta
Eure Route ist ja echt groß, wie lange werdet ihr bleiben?
Uwe Volz
Prima . Ich reise virtuell mit . Weiterhin gute Fahrt und viele interessante Begegnungen
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