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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


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    Ein Blick in mein Reise-Tagebuch

    Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.

    Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.

    Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!

    Eintrag 632 vom 01.07.2026

    Rund um den Brocken – Nebel, Wälder und Harzer Impressionen

    am Bahnhof Schierke

    Bild: am Bahnhof Schierke

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    Karte: Die heutige Tourplanung

    Heute stand eine weitere abwechslungsreiche Tagestour auf dem Programm. Unsere Route führte uns von Wernigerode rund um den Brocken bis in den Oberharz und schließlich wieder zurück zu unserem Hotel. Wie an allen Tourtagen ging es ausschließlich über kleine Landstraßen, kurvenreiche Strecken und durch die vielen malerischen Ortschaften des Harzes.

    Schon die Ausfahrt aus Wernigerode war ein Erlebnis. Vorbei an den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern führte uns der Weg über die teilweise noch erhaltenen Kopfsteinpflasterstraßen der historischen Altstadt. Das prachtvolle Rathaus, die schmalen Gassen und die bunten Fachwerkfassaden verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme und machen sie zu einer der schönsten Städte des Harzes.

    Unser erstes Ziel war Schierke, der bekannte Luftkurort am Fuße des Brockens. Dort wollten wir uns am Bahnhof der Harzer Schmalspurbahnen treffen, um einige Erinnerungsfotos mit den berühmten Dampflokomotiven aufzunehmen.

    Gruppenfoto am Bahnhof Schierke

    Bild: Gruppenfoto am Bahnhof Schierke

    Leider spielte uns der Fahrplan heute einen kleinen Streich. Statt der historischen Dampfrösser verkehrten aufgrund laufender Revisionsarbeiten lediglich moderne Triebwagen. Schade, denn gerade die dampfenden schwarzen Lokomotiven gehören für viele Besucher zum Harz einfach dazu.

    Einige von uns sind trotzdem mit der Bahn den Brocken hoch gefahren.

    Bild: Einige von uns sind trotzdem mit der Bahn den Brocken hoch gefahren.

    Seit mehr als 100 Jahren kämpfen sich die historischen Schmalspurbahnen mit ihren Dampfloks über steile Strecken bis hinauf auf den Brocken. Das Fauchen des Dampfes, der Geruch nach Kohle und das rhythmische Stampfen der Lokomotiven sorgen normalerweise für eine ganz besondere Atmosphäre. Zum Glück sollten die Dampfloks bereits in den nächsten Tagen wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen.

    ein Blick auf den Brocken

    Bild: ein Blick auf den Brocken

    Auf der Weiterfahrt zeigte sich ein Bild, das den Harz in den vergangenen Jahren leider stark verändert hat. An vielen Berghängen ragten abgestorbene Baumstämme in den Himmel. Der Borkenkäfer hat den Fichtenwäldern schwer zugesetzt. Begünstigt durch mehrere trockene und heiße Sommer konnte sich der kleine Käfer massenhaft vermehren und riesige Waldflächen zerstören. Inzwischen entstehen vielerorts neue Mischwälder, doch es wird noch viele Jahre dauern, bis sich die Natur vollständig erholt hat.

    Der Borkenkäfer hat den Fichtenwäldern schwer zugesetzt.

    Bild: Der Borkenkäfer hat den Fichtenwäldern schwer zugesetzt.

    Unser nächster Halt war der Harzturm in Torfhaus. Der erst 2023 eröffnete Aussichtsturm ragt 65 Meter hoch in den Himmel und besteht aus einer beeindruckenden Kombination aus Holz und Stahl. Von seiner Aussichtsplattform bietet sich normalerweise ein fantastischer Rundumblick über den Nationalpark Harz bis hinüber zum Brocken. Wer möchte, kann sogar über eine spektakuläre Erlebnisrutsche wieder nach unten gelangen.

    der Harzturm in Torfhaus

    Bild: der Harzturm in Torfhaus

    Allerdings hätte der Aufstieg pro Person 13,50 Euro gekostet. Dieser Preis schreckte unsere gesamte Gruppe ab, sodass wir uns stattdessen lieber unten umsahen und anschließend unsere Tour fortsetzten.

    Torfhaus selbst liegt auf rund 812 Metern Höhe und ist die höchstgelegene Siedlung Niedersachsens. Seit Jahrhunderten spielte hier der Torfabbau eine wichtige Rolle. Heute ist der Ort vor allem Ausgangspunkt für Wanderungen und Wintersport sowie ein beliebter Treffpunkt für Besucher des Nationalparks Harz.

    Über herrliche Landstraßen ging es weiter nach Clausthal-Zellerfeld, der größten Bergstadt des Oberharzes. Die traditionsreiche Universitätsstadt ist eng mit dem historischen Erzbergbau verbunden. Noch heute prägen zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude, ehemalige Bergwerksanlagen und die berühmten Oberharzer Wassergräben das Stadtbild.

    sehr wechselhaftes Wetter heute

    Bild: sehr wechselhaftes Wetter heute

    Während der Fahrt wechselten sich immer wieder dichte Nebelfelder, tief hängende Wolken und kurze Regenschauer ab. Mal fielen nur wenige Tropfen, dann verschwand die Landschaft erneut in grauem Dunst. Gerade dieses wechselhafte Wetter verlieh dem Harz aber seinen ganz besonderen Reiz.

    Am Nachmittag legten wir an der Rappbodetalsperre eine wohlverdiente Pause ein. Sie ist die höchste Staumauer Deutschlands und hält das Wasser der Rappbode mit einer 106 Meter hohen Staumauer zurück. Neben ihrer Bedeutung für den Hochwasserschutz und die Trinkwasserversorgung ist sie heute auch ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders bekannt sind die spektakuläre Hängebrücke TITAN RT, die über das Tal führt, sowie verschiedene Abenteuerattraktionen für Mutige.

    Bei einer kleinen Stärkung konnten wir die beeindruckende Landschaft genießen, bevor wir die letzten Kilometer zurück nach Wernigerode in Angriff nahmen.

    Am Nachmittag erreichten wir schließlich wieder unser Hotel. Nach den vielen Kilometern im Sattel kam eine kleine Auszeit genau richtig. Einige von uns gönnten sich vor dem Abendprogramm einen Besuch in der hoteleigenen Sauna.

    Und was soll ich sagen? Nach einem Tag mit kühlen Temperaturen, feuchter Luft und gelegentlichen Regenschauern tat die wohltuende Wärme einfach richtig gut.

    So ging ein weiterer schöner Tourtag zu Ende – mit herrlichen Motorradstrecken, beeindruckender Natur, interessanten Sehenswürdigkeiten und dem typischen Harzer Wetter, das seinem Ruf einmal mehr alle Ehre machte.


     

    Seite 632/634
    Tagebuch-Inhalt

     

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