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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 624 vom 26.04.2026Marokko ’26 – Tag 39: Die Rückkehr: Milano - Schweiz - Titisee-Neustadt
Bild: am Julierpass auf 2.284 m
Der Morgen in Mailand beginnt früh, aber entspannt. Mein Motorrad durfte über Nacht sicher in der Garage des kleinen, familiären Piccolo Hotel stehen, was in einer lebhaften Stadt wie Mailand alles andere als selbstverständlich ist. Das Hotel selbst liegt etwas abseits der ganz großen Touristenströme, bietet aber genau das, was man nach einer langen Reise brauchte: Ruhe, ein unkompliziertes Frühstück und Gastgeber, die den Eindruck vermitteln, dass Reisende hier wirklich willkommen sind. Der Abschied fällt leicht, doch der Weg hinaus aus Mailand zieht sich. An einem Samstagmorgen ist die Stadt alles andere als verschlafen. Dichter Verkehr, unzählige Ampeln und ein scheinbar endloses Gewirr aus Straßen machen die ersten Kilometer zur Geduldsprobe. Zwischen Straßenbahnen, Motorrollern und eiligen Autofahrern taste ich mich langsam vorwärts – immer mit dem Ziel, die Stadt endlich hinter mir zu lassen. Und dann passiert es fast unmerklich: Die Häuser werden niedriger, die Straßen freier, und am Horizont zeichnen sich die ersten Konturen der Alpen ab. Ein schmaler, bläulicher Streifen wächst langsam zu einer imposanten Kulisse heran. Bild: Die Luft wird klarer, die Temperaturen angenehmer – und mit jedem Kilometer steigt die Vorfreude. Der Comer See empfängt mich mit seiner ganzen Schönheit. Die Straße schmiegt sich eng an das Ufer, mal direkt am Wasser entlang, mal hoch über dem See mit spektakulären Ausblicken. Bild: Dazwischen immer wieder Tunnel – kühl, dunkel und oft überraschend lang – die die Strecke rhythmisch unterbrechen. Doch die Idylle bekommt einen kleinen Dämpfer: Die gelbe Kontrollleuchte meldet sich. Benzin wird knapp. Also runter von der Schnellstraße, näher ans Ufer, auf der Suche nach einer Tankstelle. Die erste: verlassen. Die zweite: geschlossen. Ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Also kehre ich kurzerhand um, fahre ein Stück zurück in die andere Richtung – und werde schließlich doch noch fündig. Bild: Auffällig an diesem Tag: unzählige Radfahrer. Rennradfahrer in Gruppen, ambitioniert und schnell, aber auch gemütliche Tourenfahrer. Der Comer See scheint an Wochenenden ein Paradies für Zweiräder aller Art zu sein. Mit dem Malojapass beginnt schließlich der eigentliche Alpenabschnitt. Die Straße windet sich in engen Serpentinen nach oben, die Vegetation verändert sich, und die Luft wird spürbar kühler. Oben angekommen eröffnet sich eine weite, fast schon karge Hochgebirgslandschaft – ein starker Kontrast zum mediterranen Flair am Comer See.
Bild: Am Silsersee lege ich einen kurzen Foto-Stopp ein. Das Wasser liegt ruhig zwischen den Bergen, fast spiegelglatt, und die Szenerie wirkt beinahe unwirklich still. Weiter geht es über den Julierpass. Hier oben scheint sich die Motorradwelt zu treffen. Zahlreiche Biker stehen an den Aussichtspunkten, tauschen sich aus oder genießen einfach den Moment.
Bild: Ein Stück später erreiche ich den Staudamm von Marmorera Stausee. Das türkisfarbene Wasser und die massive Staumauer bilden einen eindrucksvollen Kontrast zur umliegenden Bergwelt. Kaum zu glauben, dass hier einst ein ganzes Dorf im Wasser versunken ist.
Bild: Rheinfall bei Schaff-hausen
Am späten Nach-mittag erreiche ich den Rheinfall bei Schaff-hausen. Die Wasser-massen sind beein-druckend – breit, kraftvoll und laut. Ganz anders als die ruhigen Bergseen zuvor. Hier zeigt sich die Natur von ihrer rohen, ungebän-digten Seite. Die letzten Kilometer führen schließlich nach Titisee-Neustadt im Schwarzwald. Nach einem langen Tag im Sattel wirkt die Region fast sanft: dichte Wälder, geschwungene Straßen und eine ruhige, fast schon heimelige Atmosphäre. Meine Unterkunft, die Pension Bergseeblick, liegt etwas erhöht mit Blick auf die umliegende Landschaft. Einfach, aber gemütlich – genau richtig, um den Tag ausklingen zu lassen. Ein abwechslungsreicher Tag liegt heute wieder hinter mir: von der Hektik Mailands bis zur Ruhe des Schwarzwalds – ein Tag voller Kontraste, Kurven und schöner Eindrücke.
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