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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 553 vom 07.09.2025Tag 8 – Ballina – Leenane
Bild: am Atlantic Drive auf Achill Island
Bild: die heutige Strecke, 302 km Der heutige Tag führte uns entlang der zerklüfteten Westküste Connemaras – ein Abschnitt des Wild Atlantic Ways, der mit spektakulären Landschaften, wechselhaftem Wetter und teils herausfordernden Straßen alles bot, was Motorradfahrerherzen höherschlagen lässt.
Bild: Immer wieder zwischen-drin mal Regen, dann wieder Sonnen-schein
Wir verließen Ballina am Morgen auf der R314 nach Norden. Schon kurz darauf machten wir unseren ersten Stopp im Ionad Achaidh Chéide (Ceide Fields Centre). Diese archäologische Stätte mit ihrem markanten Glasbau gibt faszinierende Einblicke in die Geschichte der frühesten Siedler Irlands – ein spannender Kontrast zu den weiten Torfmooren, die uns umgaben. Weiter ging es über die R314, vorbei an Killala und bis kurz vor Belmullet. Über eine Querverbindung erreichten wir Bangor Erris und folgten dann der N59 in Richtung Westport. Der Himmel wechselte ständig sein Gesicht: Auf den Moorflächen brach plötzlich die Sonne durch und ließ die grünen Hügel leuchten, wenige Kilometer später zogen dunkle Wolken heran und ein kurzer Schauer peitschte über die Straße.
Bild: Kurz vor Mallaranny legten wir eine Kaffeepause im Achill Island Hotel ein – mit ausgezeichnetem Käsekuchen und Cappuccino. Während wir am Fenster saßen, klarte der Himmel wieder auf und die Sonne glitzerte auf der Bucht. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf zur nächsten Etappe.
Bild: steile Abhänge, tiefer Fall
Von dort führte die R319 über den Sund hinüber nach Achill Island. Schon die Überfahrt wirkte eindrucks-voll: Wind, salzige Luft und ein Blick über das weite Meer. Auf der Insel zweigten wir auf die L1405 ab, die uns auf den Atlantic Drive brachte. Diese schmale Küstenstraße zählt zu den eindrucksvollsten Strecken des Tages – oft nur einspurig, mit engen Kurven und steilen Abhängen direkt zum Meer. Entgegenkommende Autos zwangen uns immer wieder zum Ausweichen in kleine Buchten, was volle Aufmerksamkeit verlangte. Doch die Ausblicke auf die wilden Klippen und Buchten ließen uns alles vergessen. Am Wegesrand passierten wir Kildavnet Castle, das stumm an frühere Zeiten erinnert.
Bild: an der Küste von Achill Island Ein Höhepunkt war die Fahrt bis zum Keem Beach. Eingebettet zwischen hohen Klippen liegt dieser Strand wie in einem natürlichen Amphitheater. Als wir ankamen, strahlte die Sonne, und der weiße Sand glänzte hell. Wir legten hier eine Pause ein und genossen die Szenerie: Sonntagsausflügler am Strand , Kinder tobten im Sand, und einige Unerschrockene stürzten sich tatsächlich in die kühlen Atlantikwellen. Video
Bild: am Keem Beach Auch der Blick vom Spanisch Armada Viewpoint ließ uns kurz innehalten: die endlose Weite des Ozeans, das Kreischen der Möwen im Wind und die Erinnerung an die Schiffe der Armada, die hier einst untergingen. Wieder zurück auf der R319 erreichten wir die N59, die uns über Newport nach Westport brachte. Ein Abstecher zum Murrisk Millennium Park mit dem Great Famine National Monument erinnerte an die tragische Geschichte der großen Hungersnot zwischen 1845 und 1849. Hier verdichteten sich die Wolken erneut, und ein leichter Regen unterstrich die nachdenkliche Stimmung des Ortes. Von Westport führte uns die R335 weiter Richtung Louisburgh. Dort begann die Fahrt durch das Doolough Valley – eine karge, stille Landschaft, in der dunkle Berge, Moorseen und Wolkenschatten eine fast mystische Atmosphäre erzeugten. Hier trieben starke Windböen wieder Wolken über die Pässe, und das wechselhafte Licht verlieh der Szenerie eine dramatische Wirkung.
Bild: Kurz vor Leenane hielten wir noch am Errif River und beobachteten fasziniert die Strudel im Wasser, während ein Sonnenstrahl sich erneut durch die Wolkendecke kämpfte. Schließlich erreichten wir gegen halb fünf unser Ziel in Leenane. Das Hotel liegt direkt am Fjord, sodass wir schon beim Absteigen vom Motorrad den Blick über das Wasser genießen konnten. Nach rund 302 Kilometern voller Eindrücke, Sonne, Regen, Wind und schmaler Straßen gab es zur Belohnung ein Stiefelbier – der perfekte Abschluss eines intensiven Fahrtages.
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Reinhold
Und noch'n Video:
https://youtu.be/gSF4qSxR_8U
Reinhold
Hier noch ein Video vom Tag:
https://youtu.be/rdEgvqVwnDY
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